Nach einem Zeitungsbericht spielt die Deutsche Bahn derzeit den Kauf des Touristikkonzerns Tui durch. Bislang sei nur die Konzernspitze über diese Pläne informiert. Hauptziel sei es, für die Containerschiff-Sparte Hapag-Lloyd eine „deutsche Lösung“ zu finden. Die Bahn dementiert.
HB HAMBURG. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" in der Donnerstagausgabe. Eine Schlüsselrolle bei dem Übernahmeszenario komme Tui-Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow zu, der zugleich im Aufsichtsrat der Bahn sitzt. Die Bahn hat den Bericht am Abend als deutlich dementiert. „Das ist Quatsch“, sagte ein Bahn-Sprecher der dpa am Mittwochabend.
Die Zeitung berichtet weiter, die Konzernchefs wollten den Koalitionsausschuss am kommenden Montag abwarten, der die Bahn - Privatisierung absegnen soll. Erst anschließend wolle man Bundeskanzlerin Angela Merkel einweihen und sich deren Unterstützung einholen. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn habe dem Übernahmeszenario zunächst skeptisch gegenübergestanden - anders als Bahn - Aufsichtsratschef Werner Müller, heißt es. Eine Bieterschlacht um Tui und die Integration des Unternehmens könnten Mehdorns Zeitplan für den Bahn-Börsengang gefährden.

