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Baumarktkonzern: Neuer Investor reicht Praktiker-Aktien weiter

Der neue Praktiker-Investor hat den Großteil seiner Anteile am Baumarktkonzern wohl nicht lange behalten. Alain de Krassny soll mindestens 22 Prozent gezeichnet haben – davon übrig sind angeblich nur noch zehn Prozent.

Die Anleihegläubiger von Praktiker haben sich im zweiten Anlauf auf einen gemeinsamen Vertreter für mögliche Krisengespräche geeinigt. Quelle: dapd
Die Anleihegläubiger von Praktiker haben sich im zweiten Anlauf auf einen gemeinsamen Vertreter für mögliche Krisengespräche geeinigt. Quelle: dapd

FrankfurtDer Unternehmer Alain de Krassny hat nach dem Einstieg beim Baumarktkonzern Praktiker offenbar einen Großteil seines Aktienpakets an andere Investoren weitergereicht. De Krassnys Beteiligungsgesellschaft Donau Invest kam nach der Kapitalerhöhung im Dezember auf knapp zehn Prozent der Stimmrechte, wie Praktiker am Mittwoch mitteilte. Der von dem österreichischen Investor gezeichnete Anteil entsprach jedoch nach Reuters-Berechnungen mindestens 22 Prozent. Von Donau Invest war am Mittwochabend zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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Damit wird der angeschlagene Baumarktkonzern jedoch immer noch zu wesentlichen Teilen von Alain de Krassny und seiner Frau kontrolliert. Isabella de Krassny verwaltet den zyprischen Investmentfonds Maseltov, der vor der Kapitalerhöhung knapp zehn Prozent an Praktiker gehalten hatte und nun zwischen fünf und zehn Prozent besitzen dürfte. Isabella de Krassny ist Managerin bei der Bank Semper Constantia, die über einen Investmentfonds nach der Kapitalerhöhung weitere gut drei Prozent kontrolliert.

Die beliebtesten Baumärkte

  • Ruinöser Preiskampf

    Experten sind sich weitgehend einig: In Deutschland gibt es schlichtweg zu viele Baumärkte. Unter diesen Bedingungen ist der Preiskampf hoch und die Margen gering. Es folgt eine Übersicht über die beliebtesten Baumärkte.

  • Platz 10

    Auf Rang zehn liegt Marktkauf. 3,2 Prozent der befragten Deutschen gaben an, 2010 dort eingekauft zu haben. 32,7 Prozent der 23.000 Befragten gaben übrigens an, gar keinen Baumarkt besucht zu haben.

  • Platz 9

    Auf Platz 9 landet Hellweg Baumarkt mit 3,7 Prozent.

  • Platz 8

    Die Globus-Kette steht auf Rang acht: 4,6 Prozent der Befragten gaben an, hier eingekauft zu haben.

  • Platz 7

    Max Bahr rangiert auf dem sechsten Platz mit einem Anteil von 5,5 Prozent.

  • Platz 6

    Nicht unter den Top-Five steht Bauhaus, nämlich nur auf Rang sechs. Mit 9,3 Prozent liegt die Kette nur knapp hinter ...

  • Platz 5

    ... Hornbach. Die auch durch intensive TV-Werbung recht bekannte Kette kommt auf zehn Prozent.

  • Platz 4

    Knapp davor rangiert mit 10,4 Prozent Hagebaumarkt.

  • Platz 3

    Etwas überraschend liegen die Baumärkte von Toom vor der Konkurrenz von Hagebaumarkt und Hornbach. Allerdings nur knapp: 10,6 Prozent der Befragten gehen hier gern shoppen.

  • Platz 2

    Mit deutlichem Abstand liegen die beiden Dickschiffe der Branche vorne. Die Silbermedaille geht an Praktiker. Die Kette befindet sich in einem umfangreichen Umbauprozess und musste dabei so manchen Rückschlag einstecken. 20,8 Prozent der Deutschen waren 2010 in einem der blau-gelben Märkte.

  • Platz 1

    Branchenführer im Hinblick auf die Beliebtheit ist Obi. Der Wert liegt bei 26,3 Prozent.

Unterdessen einigten sich die Anleihegläubiger von Praktiker im zweiten Anlauf auf einen gemeinsamen Vertreter für mögliche Krisengespräche. Der Frankfurter Rechtsanwalt Ingo Scholz sei auf einer Versammlung mit großer Mehrheit gewählt worden, teilte das Unternehmen mit. Ein erster Wahlversuch war Ende September an mangelnder Beteiligung gescheitert.

Baumarktkette Praktiker

Die Inhaber der 250 Millionen Euro schweren Anleihe rüsten sich damit für mögliche Verhandlungen mit dem Konzern, der ihnen bereits vor einem Jahr Zugeständnisse abringen wollte. Eine von Praktiker verlangte Zinssenkung um insgesamt zwölf Millionen Euro hatte jedoch nicht die erforderliche Zustimmung gefunden. Das Unternehmen brachte jüngst mit knapper Not wesentliche Teile ein rettendes Finanzierungspaket unter Dach und Fach. Teil davon war die von Donau Invest und der Privatbank Berenberg garantierte Kapitalerhöhung.

  • 10.01.2013, 07:31 Uhrblack

    bei der "Billigstwerbung" wir dieser Laden früher oder später in die Pleite gehen; kaum gerettet: wieder " alles 20 % günstiger "; wie soll das wirtschaftlich auf Dauer gehen?

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