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Beinahe-Katastrophe: Lufthansa räumt Probleme mit Kabinenluft ein

Der beinahe katastrophale Zwischenfall einer Germanwings-Maschine im Jahr 2010 war nicht der einzige dieser Art. Wie Lufthansa bestätigte, hängt das Problem mit den Triebwerken zusammen - und war schon länger bekannt.

Ein Flugzeug vom Typ Airbus A 319 der Charterfluggesellschaft Germanwings. Quelle: dpa
Ein Flugzeug vom Typ Airbus A 319 der Charterfluggesellschaft Germanwings. Quelle: dpa

BerlinDie Lufthansa hat nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ Probleme mit kontaminierter Kabinenluft in ihren A 380-Maschinen eingeräumt. Mehrmals hätten Triebwerke gewechselt werden müssen, da es zu Geruchs-Vorfällen in Cockpit oder Kabine gekommen sei, hieß es unter Berufung auf Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty. Zugleich habe der Sprecher darauf hingewiesen, dass dies „in der überwiegenden Mehrzahl“ aufgrund der „routinemäßigen Wartung“ geschehen sei.

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„Speziell auf den Airbus A380 bezogen, befassen wir uns seit mehr als einem Jahr damit“, sagte Lamberty. Lufthansa nehme das Problem „sehr ernst“. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" arbeitet der Mutterkonzern an einem Warnsystem für giftige Kabinenluft. Unbemerkt habe der Konzern eine ganze Reihe technischer Veränderungen an ihren Triebwerken vornehmen lassen, insbesondere beim Riesenflieger A380, bei dem es auf der Singapur-Strecke häufiger zu sogenannten Fume-Events gekommen sei. Zusammen mit dem Triebwerkhersteller Rolls-Royce seien in den Antriebsaggregaten spezielle Bleche eingezogen worden, die austretendes Öl vom Ansaugstutzen der Kabinenluftanlage weglenken sollen.

„Techniker checken in engem Abstand, ob etwa Öl zu finden ist, und entfernen geringste Mengen“, sagt Lufthansa-Sprecher Lamberty dem Magazin. Ein Fraunhofer-Institut sei beauftragt worden, ein Analysegerät zu entwickeln, um genauere Messwerte über mögliche Schadstoffe in der Kabine zu erhalten.

Luftnotlage Airbus entging 2010 nur knapp Katastrophe

Die Piloten hatten bei der Landung beinahe das Bewusstsein verloren.

Luftnotlage: Airbus entging 2010 nur knapp Katastrophe

Am Freitag hatten die „Welt“ und „NDR Info“ berichtet, dass 2010 ein Germanwings-Airbus bei der Landung in Köln nur knapp einer Katastrophe entgangen sei, weil beide Piloten kontaminierte Kabinenluft eingeatmet und Vergiftungserscheinungen gezeigt hätten. Trotz des Einsatzes von Sauerstoffmasken war der Co-Pilot demnach nicht mehr in der Lage gewesen, die Maschine sicher zu landen, und auch der Pilot hatte sich sehr schlecht gefühlt.

  • 30.09.2012, 14:04 UhrDelta120

    Erstaunlicher Weise scheint es ja in diesem Fall an Messgeräten zu mangeln, die den Grad der Kontaminierung der Atemluft anzeigen. Vermutlich mus erst ein Flugzeug deswegen abstürzen, bevor man sich dem Thema ernsthaft zuwendet.

  • 30.09.2012, 13:49 UhrInfo

    Lesen Sie doch mal den Bericht: http://tinyurl.com/btotx44.
    Und geben Sie dann einen Kommentar.

  • 30.09.2012, 12:44 Uhroniro

    Gibt es diese Probleme mit der Kabinenluft nicht schon lange ? Das Kabinenpersonal hat sich diebezüglich schon gemeldet u.
    mit ihrem Arbeitgeber prozessiert weil diese Luft über die Klimaanlage in die Kabinen kommt und ein Nervengift enthält.
    Die Passagiere sind somit auch betroffen, Lufthansa unter anderem hat dies immer unterdrückt.Nur in den neuen Maschinen
    der Boing wurde diesbezüglich reagiert und diese giftigen Dämpfe umgeleitet. Der Fall wurde im Bundestag auch diskutiert aber die Politik hat nicht reagiert.
    In England kann man übrigens eine Maske kaufen für die Kabine, also die Problematik ist bekannt.
    Natürlich ist das Kabinenpersonal besonders betroffen da es ständig diesen Griften ausgesetzt ist.
    Ich kann hier das Verhalten der Airlines nicht verstehen.

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