
DüsseldorfEinen Tag vor der entscheidenden Aufsichtsratsitzung der Metro-Gruppe, bei der es um den möglichen Verkauf der Kaufhof-Häuser geht, hat Bieter Nicolas Berggruen zusammen mit der Immobilieninvestoren-Gruppe Blackstone nach Handelsblatt-Informationen aus Finanzkreisen ein verbessertes Angebot vorgelegt. Es beinhaltet nicht nur einen höheren Preis für die Warenhausgruppe, sondern macht deutlich, dass Berggruen an Kaufhof mit eigenem Management und einem eigenen Mitarbeiterstamm festhalten will. Ein Sprecher der Berggruen-Holding bestätigte auf Nachfrage von Handelsblatt Online das neue Angebot.
Damit kommt erneut Bewegung in die Verhandlungen um Kaufhof. Berggruen dürfte nun darauf hoffen, Einblick in die Bücher des Kaufhof zu erhalten. Bislang hatte einzig die österreichische Immobilienfirma Signa eine vertiefte Unternehmensprüfung der Kaufhof-Gruppe durchgeführt und anschließend ein detailliertes Angebot vorgelegt. Es soll bei rund zwei Milliarden Euro für die Warenhäuser gelegen haben, die derzeit wegen eines schleppend verlaufenden Weihnachtsgeschäfts eher zu den Sorgenkindern im Metrokonzern zählen.
Signa-Chef Rene Benko hat allerdings das Problem, dass gegen ihn ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts auf Geldwäsche läuft. Solange dieser Verdacht von Seiten der Strafverfolgungsbehörden nicht zu den Akten gelegt wird, dürfte der Verkauf an ihn auf Eis liegen.
Die Galeria Kaufhof GmbH ist neben Karstadt das älteste und traditionsreichste Warenhaus in Deutschland. Seit rund 25 Jahren befindet sich das Unternehmen mehrheitlich im Besitz des Handelsriesen Metro.
Den Grundstein des Unternehmens legte der Textilhändler Leonhard Tietz, der 1879 ein Geschäft in Stralsund für Knöpfe, Garne, Stoffe und Wollwaren gegründet hatte.
Rund ein Vierteljahrhundert später war er der erste Warenhausbetreiber, der sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelte.
Der letzte große Zukauf datiert aus dem Jahr 1994, als Kaufhof den Konkurrenten Horten schluckte. Im Frühjahr 2008 setzte Vorstandschef Eckhard Cordes die Tochterfirma auf die Verkaufsliste.
Mit gut 3,5 Milliarden Euro Umsatz und 19.300 Mitarbeitern ist Galeria Kaufhof die kleinste von vier Metro-Vertriebslinien. Vor Steuern und Zinsen verdiente das Unternehmen zuletzt (2010) 138 Millionen Euro. Vertreten ist das Warenhaus an 139 Standorten.
Am 17. Januar 2012 hat die Metro-Gruppe hat die Verkaufsgespräche für die Warenhauskette Kaufhof gestoppt. Die Gespräche mit Interessenten für die Übernahme der Warenhaustochter Galeria Kaufhof würden bis auf Weiteres eingestellt. Als Grund gab das Unternehmen die "nicht optimale Situation an den Finanzmärkten" an.
In diese Situation stößt nun US-Investor und Karstadt-Eigentümer Berggruen mit seinem verbesserten Angebot. Es dürfte insbesondere deswegen für Aufmerksamkeit sorgen, weil Berggruen deutlich macht, dass er Kaufhof als festen Bestandteil in der deutschen Warenhauswelt betrachtet. Damit dürften Befürchtungen, es gehe um eine Verschmelzung von Karstadt und Kaufhof, vom Tisch sein. Entsprechende Sorgen hatten in den vergangenen Wochen beispielsweise bei Arbeitnehmervertretern dazu geführt, dass sie Berggruens Offerte mit Skepsis betrachteten.
Der Aufsichtsrat der Metro will am Freitag über den Stand der Verkaufsgespräche beraten. Eine endgültige Entscheidung über einen Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an die Signa-Holding des Investors Benko sei aber nicht zu erwarten, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Umfeld des Gremiums.
bis jetzt hat der große meister noch nicht so richtig was gerissen in SCHLAND,sieht man von seinen überteuert eingekauften haupstadtommobilien ab.
bei karstadts is es trotz steuergeschenken un lohnverzicht der belegschaft ooch nich besser geworden.
und nun willer also zusammen mit den kapitalstarken raffzähnen blackstone den kaufhof bröseln.
das wird die berggruen soap verlängern...
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