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Blackstone: Wie Blackstone seine Heuschrecke zum Schwitzen bringt

Die Hotel-Industrie weltweit hat schwer unter der Wirtschaftskrise zu leiden. Einen dürfte das besonders ärgern: Stephen Schwarzman, Blackstone-Chef und berühmteste Heuschrecke der Welt. Vor zwei Jahren hatte er sagenhafte 26 Milliarden Dollar für die Hilton-Gruppe hingeblättert - nun muss er sehen, wie er das Geschäft retten kann.

Hiltons Schmuckstück: Das Waldorf Astoria in New York. Quelle: Hilton Quelle: Hilton
Hiltons Schmuckstück: Das Waldorf Astoria in New York. Quelle: Hilton Quelle: Hilton

DÜSSELDORF. Das Conrad in Hongkong ist eine noble Adresse. Gut betuchten Gästen bietet das 61 Stockwerke hohe Hotel, das zum Hilton-Konzern gehört, zum Beispiel die "King Executive Harbour Suite" - eine Art Luxus-Wohnung mit Butler, diskretem Zugang und Panoramablick auf den Hafen. Kostenpunkt: knapp 900 Euro pro Nacht. Ein "prächtiger Ort" für Urlauber und Geschäftsleute, tönt es von der Webseite. Ebenso exquisit lässt es sich im Conrad konferieren: Neben den elf Tagungsräumen spannt sich ein pompöser Ballsaal für bis zu tausend Besucher. Das Conrad Hongkong - ein Luxus-Gigant, der laufend wohlhabende Menschen einsaugen und wieder ausspucken soll.

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Da gibt es nur ein Problem: die Wirtschaftskrise. Weltweit bleiben den Hoteliers die Touristen weg, und Unternehmen können oder wollen sich "prächtige Orte" für ihre Mitarbeiter im Moment nicht mehr leisten. Deshalb muss der Hilton-Konzern nachhelfen - und startete Mitte der Woche eine Sonderaktion: Wer in einem der 47 Hilton-Hotels in der Asien-Pazifik-Region ein Zimmer bucht, bekommt die Räumlichkeiten für ein eintägiges Meeting mit bis zu hundert Teilnehmern kostenlos obendrauf. Mit Verpflegung, versteht sich.

Nun wird auch die Luxus-Hotellerie zu einem Ort für Schnäppchenjäger. Ob Hilton, Hyatt oder Marriott - gerade hochpreisige Herbergen leiden momentan unter der Wirtschaftskrise. "Es sind herausfordernde Zeiten für jeden von uns in der Reise- und Freizeitindustrie", sagt Hilton-Chef Chris Nassetta im Gespräch mit Handelsblatt.com. Doch darunter leiden nicht nur Hoteliers und deren Angestellte - auch bei der Hochfinanz an der Wall Street dürfte sich zu den ohnehin tiefen Furchen auf der gepflegten Stirn eine weitere hinzugesellen. Denn viele Hotels gehören mittlerweile Finanzinvestoren.

Die größten Sorgen dürfte sich Stephen Schwarzman machen. Der 62-jährige Milliardär ist Mitgründer und Chef der Private-Equity-Legende Blackstone, die unter anderem an der Deutschen Telekom beteiligt ist. Schwarzman also hatte im Sommer 2007 den Traditionskonzern Hilton mit allen Tochterfirmen von Conrad, Doubletree und Hampton Inn bis zum berühmten Waldorf Astoria in Manhattan übernommen - und wurde so zum größten Hotel-Magnaten der Welt.

Weil er zuvor bereits 17 Mrd. Dollar in verschiedene Hotel-Holdings wie La Quinta gesteckt hatte, machte ihn der Hilton-Deal zum Herrn über knapp 4 000 Hotels auf dem ganzen Globus mit mehr als 620 000 Zimmern. Schwarzman versprach sich damals sagenhaftes Wachstum und blätterte ebenso sagenhafte 26 Mrd. Dollar hin. 26 Mrd. Dollar für eine Branche, die als äußerst krisenanfällig gilt.

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