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Börsenbetreiber: Deutsche Börse hat kein Interesse an Euronext

Zuletzt hat sich die Deutsche Börse mehrfach vergeblich um eine Übernahme des Konkurrenten Euronext bemüht. Nun wäre ein solcher Schritt möglich, doch die Frankfurter haben Kreisen zufolge kein Interesse mehr.

Derzeit ist die Deutsche Börse Kreisen zufolge nicht an einer Übernahme von Euronext interessiert. Quelle: dpa
Derzeit ist die Deutsche Börse Kreisen zufolge nicht an einer Übernahme von Euronext interessiert. Quelle: dpa

FrankfurtDie Deutsche Börse hat Unternehmenskreisen zufolge kein Interesse an einer Übernahme des Konkurrenten Euronext. Das Frankfurter Unternehmen plane nicht, seine Fühler nach der Mehrländerbörse auszustrecken, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Euronext, die derzeit zur New York Stock Exchange (Nyse) gehört, soll nach der geplanten Übernahme der Nyse durch den US-Konkurrenten ICE abgespalten werden. Neben einem Börsengang ist dabei auch ein Verkauf denkbar.

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Die Deutsche Börse hat sich in der Vergangenheit mehrfach vergeblich um einen Kauf der Euronext bemüht, die die Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon betreibt. Nun könnten die Frankfurter die Euronext vergleichsweise einfach schlucken - und winken ab.

„Der reine Kassamarkt ist heute nicht mehr interessant“, sagte eine Person aus dem Umfeld von Deutschlands größtem Börsenbetreiber. Wegen des Wettbewerbs mit alternativen Handelsplattformen verlieren etablierte Börsenbetreiber im Aktien-Handel seit Jahren Marktanteile, die Gewinne schrumpfen.

Angesichts des schrumpfenden Aktien-Marktes will sich bei der Deutschen Börse niemand eine konfliktträchtige Übernahme in diesem Bereich antun. „Ein Kauf der Euronext würde bedeuten, dass man sich mit Aufsichtsbehörden und Politikern in Lissabon, Amsterdam, Brüssel und Paris arrangieren muss“, sagt ein hochrangiger Deutsche-Börse-Manager.

Die Franzosen würden bei einer Übernahme zudem wieder darum feilschen, möglichst viele Arbeitsplätze von Frankfurt nach Paris zu verlegen. „Solche Auseinandersetzungen lohnen sich angesichts der geringen Gewinnmargen in diesem Geschäft nicht.“ Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte sich zum Thema Euronext nicht äußern.

  • 09.01.2013, 15:04 Uhremilioemilio

    Nur noch ein Trauerspiel: Fingerweg von französisch dominierten Aktivitäten gleich welcher Art!!!!

    Als die Deutsche Börse die Euronext kaufen wollte sind die Franzakken über den Atlantik geflüchtet, da gehören sie auch hin, den die USA sind deren Statthalter seit 1919 und das "Restempire" speilt in der gleichen Liga.

    Alle Hebel hat man in Bewegung gesetzt die "Deutschen" im Nasenring durch die Mange zu führen!

    Man ist nur an unserem Geld interessiert, der Rest ist Makulatur! Es gibt einen Reigen französischer Übernahmen, nichts wurde war, Alles wendete sich zum Nachteil Deutschlands!

    Weder mit den USA noch mit Frankreich sind "Geschäfte" auf Augenhöhe auf Dauer zu machen!

    Von der Mitte nach Osten bis Asien blicken!

    Das lehrt die Geschichte! Im Westen war noch nie was zu holen, schon garnicht unter fairen Bedingungen!

    Das ist schon hundert Jahre so und wird so bleiben!

    Quelle: Die Geschichte.

  • 09.01.2013, 14:03 UhrHagbard_Celine

    War doch klar, die "Übernahme" der NYSE durch die DB gab es nur als Feigenblatt. In Wirklichkeit hätten die Amerikaner die DB übernommen und so die SEC zum Herr und Meister über Europas Konzerne gemacht. Ganze Heerscharen von schmierigen US "Anwälten" hatten sich schon die Händchen gerieben...

    Es hätte von der SEC nur so "Klagen" gehagelt um die lästige Konkurrenz aus Europa zu schädigen.

    Jetzt, wo eine "echte" Übernahme der Euronext durch die DB möglich ist, will man plötzlich nicht mehr.

    Der Bund wäre gut beraten eine Übernahme der Euronext zu forcieren und sich eine Sperrminorität zu sichern.
    Börsen sind Schlüsselindustrien die untrennbar mit nationalen Interessen verbunden sind.

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