
New YorkDie Havarie der „Costa Concordia“ belastet auch die Geschäfte des weltweit zweitgrößten Kreuzfahrt-Anbieters Royal Caribbean Cruises. Wegen des Unglücks des Schiffes, das zur Flotte des Caribbean-Rivalen Carnival gehört, sei mit weniger Buchungen im ersten Quartal zu rechnen. Der Gewinn könne um bis zu 50 Prozent zurückgehen, teilte Caribbean am Donnerstag mit. Die Aktien der Reederei gaben in New York bis zu 5,7 Prozent nach.
„Wir sind zwar weiter auf Kurs, um die ursprünglichen Ziele für das erste Quartal zu erreichen“, sagte Caribbean-Finanzchef Brian Rice. Es gebe aber eine große Unsicherheit. Es sei schwer vorherzusagen, inwieweit sich das Unglück auf die Bilanz des Gesamtjahres auswirken werde. Im ersten Quartal will das Unternehmen zehn bis 20 Cent je Aktie verdienen. Analysten hatten einen Gewinn von 25 Cent erwartet.
Die „Costa Concordia“ rammte Mitte Januar mit mehr als 4200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen. Dabei kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, 15 werden vermisst.