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Cevian Capital: Demag Cranes bekommt kritischen Großaktionär

Der Düsseldorfer Kranhersteller Demag Cranes bekommt einen neuen Großinvestor: Die schwedische Cevian Capital hat angekündigt, mit zehn Prozent einzusteigen. Für Aufsehen gesogrt hatten die Schweden bereits beim deutschen Rückversicherer Munich Re. Dort hat man sie allerdings nicht unbedingt in guter Erinnerung.

Hafenkräne von Demag Cranes. Quelle: dpa
Hafenkräne von Demag Cranes. Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Der Kranhersteller Demag Cranes bekommt einen kritischen Finanzinvestor als neuen Großaktionär. Die schwedische Cevian Capital, die zuletzt bei der Munich Re für Wirbel gesorgt hatte, ist mit zehn Prozent bei Demag Cranes eingestiegen. Die Beteiligung war an der Börse am Freitag rund 52 Mio. Euro wert.

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Cevian will nach eigenen Angaben möglicherweise noch aufstocken, dabei aber die Schwelle von 25 Prozent nicht überschreiten. Seine rund 500 Mio. Euro schwere Beteiligung an der Münchener Rück hat Cevian nach rund drei Jahren verkauft.

Der Investor versicherte dem Vorstand von Demag Cranes seine Unterstützung und nannte als Grund für den Einstieg, dass die Aktie unterbewertet sei. Am Freitag stieg sie prompt um mehr als fünf Prozent auf 24,80 Euro. "Das Management hat frühzeitig und entschieden auf die Krise reagiert und damit die Voraussetzungen zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens geschaffen", lobte Cevian-Deutschland-Chef Jens Tischendorf.

Die Wirtschaftskrise hatte Demag 2009 mit Wucht getroffen, der Vorstand steuerte mit einem Sanierungskurs und Entlassungen dagegen. Vorstandschef Aloysius Rauen hofft aber, die Talsohle durchschritten zu haben. Für das Geschäftsjahr 2009/10 erwartet er noch einen Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahreswert von 1,05 Mrd. Euro.

Nach dem Einstieg mit knapp drei Prozent bei der Münchener Rück(Munich Re) hatte Cevian Ende 2007 öffentlich strategische und operative Verbesserungen gefordert. Nun zog Cevian-Partner Lars Förberg eine positive Bilanz: Cevian habe den weltgrößten Rückversicherer unterstützt, "sich auf seine Kernkompetenz als Zeichner von Versicherungsgeschäften zu konzentrieren".

Finanziell hat sich das Engagement beim weltgrößten Rückversicherer nicht besonders gelohnt: Der Kurs der Münchener-Rück-Aktie fiel seit der Bekanntgabe des Einstiegs von 131 auf 102 Euro. Insgesamt - also mit Dividenden und Aktienrückkäufen - habe die Rendite in den zweieinhalb Jahren bei 6,7 Prozent gelegen. Drei Prozent an der Münchener Rück kosteten am Freitag an der Börse rund 570 Mio. Euro.

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