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Champions-League-Finale: Pumas schwarz-gelbe Infusion

Beim Sportausrüster Puma bröckelt der Umsatz, Borussia Dortmunds Champions-League-Finalteilnahme kann ein rettender Strohhalm sein. Daher greift Puma in die Trickkiste, um den Ruhrpott-Klub international aufzuhübschen.

Puma-Logo auf der Brust: Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp. Quelle: dpa
Puma-Logo auf der Brust: Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp. Quelle: dpa

DüsseldorfBei Puma können die Marketing-Verantwortlichen ihr Glück kaum fassen. „Ich hätte nicht gedacht, dass der schwarz-gelbe Zug für Puma so schnell Fahrt aufnimmt“, sagt Puma-Deutschland-Chef Matthias Bäumer. Erst mit Beginn der Fußballsaison war das Sport- und Modeunternehmen als Ausrüster bei Borussia Dortmund an Bord gegangen. Und jetzt steht das Team im Champions-League-Finale der europäischen Spitzenclubs. Erst einmal war dieses Kunststück einem von Puma ausgestatteten Team gelungen: im Jahr 2004 dem AS Monaco.

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Die sechs Millionen Euro pro Jahr, die Dortmund für den Ausrüstervertrag von Puma erhält, zahlt das Unternehmen derzeit daher gerne. Mehr als 300.000 Trikots des Finalisten sind in dieser Saison über die Theke gegangen und damit deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Positivnachrichten kann das Unternehmen gut brauchen, denn eigentlich läuft es derzeit nicht so rund. Sparen ist angesagt.

Puma kämpft mit fallenden Umsätzen, baut 450 Stellen ab und schließt etliche eigene Läden. Auch das Umsatzziel von vier Milliarden Euro für 2015 (nach 3,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr) hat Interims-Chef Michael Lämmermann kassiert, bevor der Chef des dänischen Unternehmens Pandora und Ex-Adidas-Manager Björn Gulden im Juli an die Puma-Spitze rückt.

Vereine mit Puma-Ausrüstervertrag

Das starke Auftreten Borussia Dortmunds in der Champions League erweist sich zumindest als ein möglicher rettender Strohhalm für Puma. Allerdings muss die Popularität, die Borussia Dortmund in der Heimat genießt, auch international verbreitet werden, um dem Ausrüster wirklich zu nutzen. Denn das Beispiel AS Monaco zeigt auch, dass ein Auftritt auf prominenter Bühne nicht automatisch einen dauerhaft währenden internationalen Ruf mit sich bringt.

Ein Interview des Dortmunder Trainers Jürgen Klopp sorgt in diesem Zusammenhang für Aufregung. Geführt hat er es mit dem britischen Guardian, doch der Bericht sorgt bei etlichen Lesern für Verwunderung: In Kursiv steht unter dem Text ein Satz, im dem Klopp als stolzer Puma-Träger bezeichnet wird. Das Foto zum Interview zeigt ihn im offiziellen Puma-T-Shirt, das Bild hat das Unternehmen zur Verfügung gestellt und im Text wird erwähnt, dass das Gespräch in Puma-Büros stattgefunden habe. Die Dortmunder Pressestelle schweigt zu den Umständen des Interviews. Der Autor Donald McRae sagt auf Anfrage von Handelsblatt Online, Puma habe das Interview arrangiert, aber keine Auflagen für Fragen oder Themen gestellt.

Ein Puma-Sprecher bestätigt gegenüber Handelsblatt Online, eine Interviewrunde mit mehreren ausländischen Journalisten arrangiert zu haben (hier die Interview-Variante der Sun). „Wir helfen dem BVB bei der Internationalisierung“, so der Sprecher. Die Journalisten habe man gebeten, dies kenntlich zu machen und darauf zu verweisen, dass die Gesprächsrunde durch Puma organisiert worden sei. In den Terminkalender Klopps habe dies gepasst, da an dem Gesprächstag ein Puma-Fotoshooting mit dem Dortmunder Trainer stattgefunden habe.

  • 23.05.2013, 14:10 UhrMacxBull

    Mich wundert es so oder so stark um den "hype" um Puma. Die Marke war nie wirklich cool!
    Bei genauerem hinsehen hätte dies auch PE erkennen können / sollen / müssen. Dumm nur das es für so ein Hintergrundwissen, ich nenne es mal neumodisch "coolness", keinen Bachelor machen kann.
    Zum Glück ist das Geld gerade billig, da fällt es noch nicht so auf...

  • 23.05.2013, 14:10 UhrMacxBull

    Mich wundert es so oder so stark um den "hype" um Puma. Die Marke war nie wirklich cool!
    Bei genauerem hinsehen hätte dies auch PE erkennen können / sollen / müssen. Dumm nur das es für so ein Hintergrundwissen, ich nenne es mal neumodisch "coolness", keinen Bachelor machen kann.
    Zum Glück ist das Geld gerade billig, da fällt es noch nicht so auf...

  • 23.05.2013, 12:03 Uhrhk31

    eher zum New Balance Konzern...

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