
BerlinDie 150 größten Fluggesellschaften der Welt konnten ihre Klimaeffizienz im vergangenen Jahr um rund drei Prozent steigern. Da gleichzeitig aber zehn Prozent mehr Flüge starteten, sei trotzdem mehr klimaschädliches CO2 ausgestoßen worden, teilte das Unternehmen Atmosfair am Montag mit. Um rund drei Prozent seien die Emissionen weltweit gestiegen. Damit verfehle die Luftfahrtbranche die Ziele, um auf der Erde einen Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern.
Laut einer Rangliste, die Atmosfair jedes Jahr aus Daten internationaler Organisationen und Datendienste erstellt, ist der britische Ferienflieger Monarch Airlines die klimafreundlichste Fluggesellschaft der Welt, zumindest bei den Charterfluggesellschaften. Tuifly belegt den vierten Platz und ist damit die klimaeffizienteste deutsche Gesellschaft. Bei den Linienfluggesellschaften dagegen erreichte Air Berlin den ersten Platz.
Einmal jährlich bewertet die Umweltorganisation Atmosfair die Umweltfreundlichkeit der größten Airlines. Dazu werden u.a. der CO2-Ausstoß der Airlines und die eingesetzten Flugzeuge gemessen. Billigflieger tauchen bisher aus methodischen Gründen nicht im Ranking auf. Welche Airlines am schlechtesten abgeschnitten haben.
SAS Scandinavian Airlines: 45,7 Effizienzpunkte
Harte Konkurrenz, hohe Produktionskosten und eine suboptimale Struktur mit den drei kleinen Heimatflughäfen machen die Fluggesellschaft finanziell angreifbar. Auch die Umweltbilanz fällt trübe aus.
Royal Jordanian: 44,7
Die königliche Airline von Jordanien gehört zur oneworld-Allianz. Insbesondere der vermehrte Einsatz von Kleinjets zieht die Airlines im Ranking auf die hinteren Plätze.
Air India: 43,3
Die indische Regierung musste die Fluggesellschaft im April mit 4,4 Milliarden Euro retten. Zuletzt traten die Piloten der indischen Airlines wegen schlechter Arbeitsbedingungen in einen Hungerstreik. Auch im Umweltranking gehören die Inder zu den Schlusslichtern.
LOT - Polish Airlines: 42,9
Die Polen steckten in den vergangenen Jahren tief in finanziellen Schwierigkeiten. Obwohl die Passagierzahlen um neun Prozent zugelegt haben, fliegt die Airlines weiter in den roten Zahlen. Auch die Umweltbilanz fällt schlecht aus.
Iran Air: 42,4
Der Vogel am Heck der iranischen Airlines soll der Legende nach Glück und Freude bringen. Stattdessen bringen die 49 Maschinen vor allem eins: CO2. Denn die Flotte ist mit einem Durchschnittsalter von 24,5 Jahren gnadenlos überaltet.
Brussels Airlines: 42,3
Die Lufthansa-Tochter ist traditionell sehr stark in Afrika engagiert. Im Umweltschutz nicht. Mit einem Flottenalter von durchschnittlich 12,8 Jahren landet die Airline auf den hinteren Plätzen.
Virgin Atlantic Airways: 42,0
Die Fluggesellschaft von Milliardär Richard Branson schneidet im Klimaranking schlecht ab und verpasst die Top drei der größten Sünder nur knapp.
Saudi Arabian Airlines: 38,0
Die saudi-arabische Airlines gehört zu den größten Fluggesellschaften im Nahen Osten. Die Araber müssen am Treibstoff nicht sparen - das schlägt auf die Klimabilanz durch.
Kuwait Airways: 37,2
Die 24 Flugzeugen verfügt die kuwaitische Fluggesellschaft nur über eine kleine Flotte. Doch die veralteten Maschinen verpesten die Umwelt.
Malaysia Airlines: 35,2 Effizienzpunkte
Die malaysische Fluggesellschaft ist der größte Umweltsünder unter den internationalen Airlines. Due Energieeffizienzklasse F erreichen sonst nur Regionalflieger.
Atmosfair erklärte, die Unternehmen hätten ihre CO2-Emissionen pro Kilometer und Passagier vor allem senken können, da alte Maschinen ersetzt und mehr Sitze in die Flugzeuge gebaut wurden. Außerdem seien einige Maschinen mit aerodynamischen Flügelspitzen nachgerüstet worden. Erstmals stiegen dadurch zwölf Gesellschaften in die zweitbeste Effizienzklasse auf. Die höchste Klasse bleibt weiterhin unerreicht.
Die Lufthansa, größte deutsche Fluggesellschaft, belegte nur den 54. Platz und wird mit D benotet. Besonders auf Kurzstrecken schnitt das Unternehmen schlecht ab. Laut Atmosfair sind Lufthansamaschinen unterdurchschnittlich dicht bestuhlt und auf regionalen Strecken seien die Flüge nicht ausgelastet. Zusätzlich gäbe es viele veraltete Maschinen in der Flotte, die relativ viel Treibstoff verbrauchten.
Weiter nach vorne - auf den 6. beziehungsweise 13. Platz - schafften es Condor und Air Berlin. Die modernen Flotten und die dichte Bestuhlung wurden gelobt. Bei Air Berlin sei die insgesamt unterdurchschnittliche Auslastung jedoch ein Problem.
Erstmals bewertete Atmosfair 2012 auch die Billig-Flieger. In einer gesonderten Rangliste erreichte die Lufthansa-Tochter Germanwings die Effizienzklasse C. Am besten schnitten hier AirAsia, Easy Jet, IndiGo, Ryanair, SpiceJet und Spring Airlines ab. Die Unternehmen erreichten die zweithöchste Effizienzklasse. Auch bei den Billig-Fliegern reichte es für keine Fluggesellschaft für die Bestnote A.
Atmosfair erstellt die Rangliste nach eigenen Angaben, damit Kunden sich bewusst für den klimafreundlichsten Flug auf ihrer Strecke entscheiden können. Autofahrer könnten sich schon längst vor dem Kauf über den durchschnittlichen Verbrauch eines Wagens informieren. Bei Flügen seien die Verbraucher lange im Dunkeln getappt.
Air France (Frankreich) - 49,7 Millionen Passagiere
Die Franzosen leiden unter dem schwachen Geschäft in Europa und können ihren Platz in der Top 10 nur knapp behaupten. Billig-Airlines und Kerosinpreise verhageln das Geschäft. Nun erwägen sie sogar eine Kooperation mit dem aufstrebenden arabischen Konkurrenten Etihad einzugehen, um der Lufthansa ihren Spitzenplatz abzujagen.
United Airlines (USA) - 50,4 Millionen Passagiere
Mit 3500 Flügen am Tag gehört die Airline seit ihrer Fusion mit Continental zu den größten Fluggesellschaften in Nordamerika. Die Amerikaner fliegen ca. 700 Ziele in 127 Ländern weltweit an.
US Airways (USA) - 52,9 Millionen Passagiere
Einst als reine Logistik-Fluggesellschaft gegründet, transportieren die Amerikaner mittlerweile so viele Passagiere wie Südafrika Einwohner hat. Weltweite Bekanntheit erlangte die Airline im Jahr 2011 durch eine spektakuläre Notlandung im Hudson River. Gemeinsam mit American Airlines steigt die Fluggesellschaft bald zur größten der Welt auf.
China Eastern Airlines (China) - 53,9 Millionen Passagiere
Mitte 2011 wurde die chinesische Airline ins SkyTeam aufgenommen. Die 285 Flugzeuge steuern im wesentlichen Ziele im Inland an, aber auch Flughäfen in Nordamerika, Europa und Australien. Größter Anteilseigner der Fluggesellschaft ist die chinesische Regierung.
Lufthansa (Deutschland) - 63 Millionen Passagiere
Die größte deutsche Fluggesellschaft macht rund 75 Prozent ihrer Umsätze im Passagiergeschäft. Das Geschäft im Heimatmarkt wird derzeit getrübt durch die Schuldenkrise. Zuletzt musste die Airline sogar einen Verlust ausweisen. Nun soll gespart werden.
Ryanair (Irland) - 76,4 Millionen Passagiere
Ryanair-Chef Michael O'Leary ist berühmt für seine ausgeflippten Auftritte. Durch seine Billigstrategie sind die Iren mittlerweile die größte Fluggesellschaft Europas. Zuletzt wurden wollten die Iren erneut den heimischen Konkurrenten Aer Lingus übernehmen.
China Southern (China) - 80,5 Millionen Passagiere
Asiens größte Fluggesellschaft verfügt über eine Flotte von 360 Maschinen - darunter auch ein Airbus A380. Damit soll die Expansion noch lange nicht abgeschlossen sein, soll die Flotte in den kommenden Jahren um 121 Flugzeuge ausgebaut werden.
American Airlines (USA) - 86,1 Millionen Passagiere
Bronze geht an die Silberpfeile am Himmel. Dabei musste die Fluggesellschaft Ende 2011 Insolvenz anmelden. Durch die Fusion mit US Airways übernimmt die Airline bald wieder die Spitze in den USA.
Southwest Airlines (USA) - 110,5 Millionen Passagiere
Die bunten Texaner sind die größte Inlandsfluggesellschaft der Welt. Nachdem die Passagierzahl in der Finanzkrise zuletzt heftig gesunken war, erreichte sie 2012 wieder ein Rekordniveau weit über der 100-Millionen-Marke. Nur eine einzige Airline transportierte mehr Passagiere.
Delta Airlines (USA) - 113,7 Millionen Passagiere
Die Amerikaner sind noch die größte Fluggesellschaft der Welt - müssen ihren Titel aber bald abgeben. 752 Flugzeuge gehören zur Flotte, weitere 125 sind bestellt.

Aufgeschürfte Knie oder einen lebenswerten Planeten für die Enkel hinterlassen? It's easy, isn't it? Time is over yesterday...
Und ja, jeder Einzelne zählt!

Wenn es nur halb so viel kostet mit dem Flieger von Frankfurt nach Berlin zu fliegen anstatt mit der Bahn zu fahren, muss man sich mal überlegen wo der Fehler ist. Ich würde wegen dem Klima auch die Bahn bevorzugen, nur leider kann ich mir das nicht leisten.

Dichte Bestuhlung mag für das Klima ja von Vorteil sein, nur wenn man als 1,90m Mann nach einem dreistündigen Flug völlig aufgeschürfte Knie hat oder wie bei der TAP sich überhaupt nicht mehr gerade hinsetzen kann, dann kann es das auch nicht sein.
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