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Containerschifffahrt: Maersks düstere Prognose für die Schifffahrt

Die Containerschifffahrt war eine Goldgrube - bis der Wirtschaftsabschwung den Welthandel einbrechen ließ. Das bekommt nun auch A.P.Moller-Maersk zu spüren. Der dänische Mischkonzern besitzt die größte Container-Flotte der Welt, und die wird nun den Gewinn von Maersk 2009 herunterfahren. Und die jüngsten Marktberichte für die Branche sehen nicht gut, sondern alarmierend aus.

Spaziergänger gehen am Strand an der Maersk Sealand Express vorbei. Quelle: dpa
Spaziergänger gehen am Strand an der Maersk Sealand Express vorbei. Quelle: dpa

HB KOPENHAGEN. Wenn die größte Containerreederei der Welt einen Schnupfen hat, dann liegt die Branche mit Grippe im Bett. Und A.P.Moller-Maersk mit weltweit 117 000 Beschäftigten hat sich eine richtige Erkältung eingefangen. Da ändert auch der in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegende Nettoertrag von 17,6 Mrd. Kronen (2,4 Mrd. Euro) nichts. Denn der Mischkonzern betreibt die weltweit größte Flotte von Containerschiffen - und die fährt durch mehr als raue See.

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Dass Maersk für 2009 deswegen wegen der sehr schlechten Perspektiven im Containergeschäft mit einem deutlich niedrigeren Gewinn rechnet, verwundert nicht. Man könnte auch sagen: Schön für Maersk, dass wenigstens der Branchenprimus mit insgesamt 470 Schiffen und einem Frachtvolumen von 1,9 Millionen Containern (TEU) noch Gewinn einfahren konnte. Denn der Branche geht es schlecht wie nie.

Der jüngste Marktbericht der Beratungsgesellschaft Clarkson ist alarmierend. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat dem Welthandel einen bösen Schlag versetzt. Folglich, so stellt Clarkson fest, öffnet sich die Schere zwischen dem Angebot an Containervolumina und der tatsächlichen Nachfrage immer weiter. In Zahlen: Das Containervolumina an TEU stieg auch dank neuer Schiffe im Jahr 2008 um satte 11 Prozent auf mehr als 14 Millionen TEU - die Nachfrage allerdings lediglich um 5,1 Prozent. Und für 2009 sieht es sogar noch deutlich schlechter aus. Während das Wachstum des Containervolumens sogar noch an Fahrt aufnimmt und um 12,3 Prozent wächst, legt die Nachfrage nur bescheidene 3,1 Prozent zu.

Und das ist nicht die einzige schlechte Nachricht für die Reeder. Die Charterraten befinden sich nämlich auch noch im freien Fall. Je nach Schiffsgröße sind die Charterraten im Januar gegenüber dem Vormonat im Schnitt zwischen 3,1 und 13,3 Prozent (für Autotransporter) zurückgegangen. "In der Container-Branche tobt ein Preiskrieg, der die Charter-Raten weiter unter Druck setzt, selbst auf Handelsrouten, die bislang davon verschont gewesen sind", sagt Philip Damas, Analyst der Beratungsgesellschaft Drewry der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Unterm Strich "ist es für die rasend schnell wachsende Flotte unmöglich unter den gegenwärtigen Nachfragebedingungen vollständig ausgelastet zu sein", so die Analysten von Clarkson.

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