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Deal fast perfekt: Tui stößt weitere Reederei-Anteile ab

Der Touristikkonzern verhandelt seit Monaten über den Verkauf weiterer Hapag-Lloyd Anteile. Jetzt steht offenbar eine Übernahme von 20 Prozent durch die Stadt Hamburg und den Logistiker Kühne kurz bevor.

Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd AG. Quelle: dapd
Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd AG. Quelle: dapd

FrankfurtDer Verkauf weiterer Tui-Anteile an Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd steht kurz bevor. „Wir sind auf einem guten Weg. Es ist gut möglich, dass die Einigung am Mittwoch bekanntgegeben wird“, sagte ein Sprecher der Hamburger Finanzbehörde am Samstag. „Wir befinden uns in fortgeschrittenen und guten Gesprächen“, sagte ein Tui-Sprecher.

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Der Touristikkonzern verhandelt seit Monaten mit den Miteignern um die Stadt Hamburg und den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne über den Verkauf weiterer Hapag-Lloyd-Anteile. Aus dem Verhandlungsumfeld sickerte bereits Anfang Februar durch, die Hansestadt könne zusammen mit Kühne weitere gut 20 Prozent an der weltweit fünftgrößten Containerlinienreederei übernehmen. Damit würde Tui zwar nicht alle dem Konsortium zum Jahresanfang zum Verkauf angedienten 33,3 Prozent los. Aber Konzernchef Michael Frenzel könnte den Aktionären schon auf der Hauptversammlung am Mittwoch einen wichtigen Erfolg vermelden.

Frenzel steht unter Druck der Anteilseigner, die vor mehr als drei Jahren angekündigte Konzentration auf das Reisegeschäft umzusetzen. Bisher kam der Konzern aus Hannover dabei nur in Tippelschritten voran. Zuletzt waren Verhandlungen mit potenziellen Investoren aus China und Oman im Sande verlaufen, da wackelige Börsen und die scharfe Konkurrenz in der Schifffahrt einen Strich durch die Rechnung machten. Ein geplanter Börsengang gelang nicht, weil in dem schwierigen Umfeld eine Bewertung des Unternehmens fast unmöglich wurde.

Am Ende zog Tui das vertraglich mit dem Albert-Ballin-Konsortium um Kühne und die Stadt Hamburg vereinbarte Andienungsrecht für 33,3 Prozent an Hapag-Lloyd. Dadurch wurde ein Verfahren in Gang gesetzt, um sich mit den Miteignern über den Verkaufspreis zu einigen. Weder die Hansestadt noch Kühne verfügen über genug Geld, um alle 33 Prozent zu übernehmen. Tui hält noch 38,4 Prozent an Hapag-Lloyd.

Kühne mit 24,6 Prozent und die Stadt mit 23,6 Prozent sind die beiden größten Konsorten in dem Albert-Ballin-Bund, dem noch mehrere Banken und Versicherungen angehören. Insgesamt hält das Konsortium, das einst gegründet worden war, um einen Verkauf der Hamburger Traditionsreederei an den Rivalen NOL aus Singapur zu verhindern, 61,6 Prozent an der Containerreederei. Die Hansestadt ist daran interessiert, Hapag-Lloyd als eigenständige Reederei mit Sitz in der Hafenstadt zu halten.

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