Drang zur Größe: Die Fonds der angelsächsischen Beteiligungshäuser und die dadurch möglichen Deals haben in den vergangenen Monaten atemberaubende Höhen erreicht. Blackstone, Goldman Sachs, KKR und Apollo konnten zuletzt von institutionellen Investoren jeweils zwischen 15 Mrd. und 20 Mrd. Dollar Eigenkapital einsammeln. Zusammen mit den billigen Krediten wurden damit Unternehmenskäufe zu Preisen von bis zu 50 Mrd. Dollar angegangen. Die Branche träumte schon vom „100-Milliarden-Dollar-Deal“, was angesichts der schwieriger werdenden Finanzierung aber inzwischen wohl kein Thema mehr ist.
Antrieb im Fusionsmarkt: Die Finanzinvestoren haben im letzten Jahr einen Anteil von gut 20 Prozent im gesamten Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) erreicht. Im Jahr 2000 waren es gerade einmal vier Prozent gewesen. Die Investmentbanken an der Wall Street haben an dem Goldrausch prächtig verdient. Die Gebühren und Provisionen für „Leveraged Buy-outs“ betrugen im vergangenen Jahr etwa 12,8 Mrd. Dollar, im ersten Halbjahr wurden schon zwei Drittel dieser Summe eingestrichen. Dies geht aus Daten von Freeman & Co. sowie Thomson Financial hervor.
Sehr gut verdient haben aber auch die Anwaltskanzleien und PR-Berater sowie die Wirtschaftsprüfer, die deshalb auch zahlreiche neue Stellen schaffen mussten.

