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Deutsche Post: Briefporto soll auf 58 Cent steigen

Die Deutsche Post hat eine Erhöhung des Briefportos von derzeit 55 Cent bei der Bundesnetzagentur beantragt. Von der Preiserhöhung sind auch Geschäftskunden betroffen. Unternehmenschef Appel verweist auf den Kostendruck.

Ein Post-Mitarbeiter in einem Briefzentrum. Quelle: dpa
Ein Post-Mitarbeiter in einem Briefzentrum. Quelle: dpa

DüsseldorfDie Deutsche Post will die Verbraucher im kommenden Jahr beim Briefporto stärker zu Kasse bitten. Der Konzern plant, den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm im nationalen Versand von derzeit 0,55 Euro auf dann 0,58 Euro zu erhöhen, teilte die Post am Freitag mit. Zudem soll der Preis für den nationalen Maxibrief mit einem Gewicht bis 1.000 Gramm von 2,20 auf 2,40 Euro in die Höhe geschraubt werden.

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Entsprechende Anträge hat der Konzern bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Der Regulierer muss nun entscheiden, ob die Post tatsächlich an der Preisschraube drehen darf.

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Der Vorstandschef der Deutschen Post, Frank Appel, hat die für 2013 geplante Porto-Erhöhung mit Kostendruck und Qualitätssicherung begründet. Er sagte der „Bild“-Zeitung (Samstag): „Es ist die erste Erhöhung seit 15 Jahren. Seitdem sind die Kosten erheblich gestiegen.“ Um weiterhin hohe Qualität zu liefern und die Mitarbeiter anständig bezahlen zu können, „müssen wir diesen Schritt gehen“.

Appel widersprach gleichzeitig dem Eindruck vieler Verbraucher, dass die Post trotz der Portoerhöhung an den Briefträgern spare und Post nicht mehr regelmäßig an sechs Tagen pro Woche ausliefere. „Unsere Briefzusteller tragen weiterhin von Montag bis Samstag Post aus, und das wird auch so bleiben“ erklärte er.

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Angesichts des schrumpfenden Briefgeschäfts setzt die Post auf neue Geschäftsfelder im Internet. „Wir arbeiten daran, das Briefgeheimnis in die digitale Welt zu tragen“, sagte Appel. „Das Thema Sicherheit hat mittlerweile ein riesiges Potenzial. Deshalb überlegen wir, wie wir Kommunikationsplattformen schaffen können, bei denen sich jeder sicher sein kann, dass seine Daten, Fotos etc. nicht in falsche Hände geraten.“

Geplant sind auch Preiserhöhungen bei Bücher- und Warensendungen sowie im internationalen Versand. So soll laut Post der Preis für einen Kompaktbrief bis 50 Gramm ins Ausland von 1,45 Euro auf 1,50 Euro steigen. Das Produkt Infobrief für den Versand von mindestens 50 inhaltsgleichen Briefen werde eingestellt.

  • 15.09.2012, 21:54 UhrBietchekoopen

    15 Jahre mal 2 Prozent Inflation macht 30%. Das wäre die Preiserhöhung die mindestens für die Zustellung erfolgen muss.
    Stattdessen werden Arbeitsplätze wegrationalisiert und geringfügig Beschäftigte eingestellt. Beide Gruppen zahlen nicht in die Rentenkasse ein.

    Das ist es, was wir mit unserer Geiz ist Geil-Mentalität selbst verursachen. Dafür bekommen wir dann auch die Zuschuss-Rente, weil alle Kassen leer sind.
    Viel Spass noch beim Pfennige zählen!

  • 15.09.2012, 10:51 UhrStreicher

    An den Briefmarkenautomaten können Sie jede Stückelung einstellen die Sie brauchen. Auch 3 Cent Marken.

  • 15.09.2012, 10:37 Uhro_O

    rolfnighthawk: "... und in Essen, im Hauptpostamt habe ich noch nie erlebt, dass weniger als 30 - meistens sogar 50 Kunden vor mir waren"

    Das kann ich bestätigen. Unter einer viertel Stunde Wartezeit bin ich dort noch nie herausgekommen. Dort gibt es regelmäßig 15m lange Schlangen bis vor die Eingangstür und es sind meist nur die Hälfte der Schalter besetzt. Wenn man die Wartezeit mit auf die Preise rechnet, dann ist die Post der teuerste Versender von allen!

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