
"Der Konzern hatte den Preis für den Standardbrief über 15 Jahre nicht erhöht".
Bei uns wird sei einiger Zeit am Montag keine Post mehr zugestellt. Von 6 Zustelltagen auf 5 reduzieren ist ja auch keine schlechte indirekte Preiserhöhung oder?
Herzlichen Dank für diesen Hinweis.

Wo wird denn noch Montag zugestellt? Bei uns doch auch nicht mehr... Aber dass Samstag zugestellt wird, das ist ja wichtig. Der Post-Mitarbeiter könnte sich ja über ein normales Wochenende freuen, welch schlimme Vorstellung...

15 Jahre mal 2 Prozent Inflation macht 30%. Das wäre die Preiserhöhung die mindestens für die Zustellung erfolgen muss.
Stattdessen werden Arbeitsplätze wegrationalisiert und geringfügig Beschäftigte eingestellt. Beide Gruppen zahlen nicht in die Rentenkasse ein.
Das ist es, was wir mit unserer Geiz ist Geil-Mentalität selbst verursachen. Dafür bekommen wir dann auch die Zuschuss-Rente, weil alle Kassen leer sind.
Viel Spass noch beim Pfennige zählen!

ja und die Briefkästen wurden allerorts, bis auf wenige, abmontiert; die Briefkasten-Leerungen von seinerzeit bis zu 8x täglich (z.B. vor Postämtern) auf 2x täglich reduziert.
In den wenigen verbliebenen Post-"Ämtern" steht man immer häufiger in der Warteschlange.

Und niemand ist gestorben. Bei der Post herrschte vorher eine Überversorgung, die abgebaut wurde. Deshalb kam die Post so lange ohne Preiserhöhungen aus.
Die Post ist heute effizienter und besser als jemals zuvor, auch wenn Sie mal in der Schlange stehen. Sie müssen Ihr Stehen in der Schlange nicht überbewerten. Ich brauche auch nicht alle 50 Meter einen Postkasten und ich brauche auch nicht acht Leerungen pro Tag. So ist Überversorgung nunmal.

Na,mein Lieber,dann gehen Sie mal aufs Land.Die wirkliche Situation sieht anders aus,als Sie diese hier beschreiben.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Wenn man sowieso fast täglich in der Stadt ist, kann man auch die Paketpost mitnehmen und dort aufgeben. Sogar extra in die Stadt zu fahren, um dort ein Paket aufzugeben, ist günstiger, als würde man die Infrastruktur der 80er aufrecht erhalten und überall einpreisen. In meinem Dorf gab es noch Anfang der 90er die Möglichkeit, Pakete aufzugeben.
Übrigens gibt es auch sowas wie Nachbarschaftshilfe. Warum nicht einfach mal den Nachbarn fragen, ob er nicht das Paket aufgeben könne, wenn er ohnehin zur Post fährt.
Die Annehmlichkeit, in jedem Kleckerdorf ein Postamt zu haben, ist schlichtweg zu teuer und nicht finanzierenswert. Wer diese Annehmlichkeit so hoch setzt und sich deshalb über die heutige Post echauffiert, hat einfach nicht genug andere Probleme.
Als Post-Aktionär wäre ich ziemlich enttäuscht, wenn die Post Rationalisierungsmaßnahmen einfach so unterließe, nur damit Oma Erna zweimal im Jahr für die Paketaufgabe in das dörfliche Postamt gehen kann.

... und in Essen, im Hauptpostamt habe ich noch nie erlebt, dass weniger als 30 - meistens sogar 50 Kunden vor mir waren
und wenn man nur 30 Kunden - sagen wir nur 20 minuten die Zeit stielt, so sind das 10 stunden - bei nur 20 Euro Stundenlohne insgesamt also jeweils 100 Euro - die man Stunde für Stunde, den Kunden stielt.

rolfnighthawk: "... und in Essen, im Hauptpostamt habe ich noch nie erlebt, dass weniger als 30 - meistens sogar 50 Kunden vor mir waren"
Das kann ich bestätigen. Unter einer viertel Stunde Wartezeit bin ich dort noch nie herausgekommen. Dort gibt es regelmäßig 15m lange Schlangen bis vor die Eingangstür und es sind meist nur die Hälfte der Schalter besetzt. Wenn man die Wartezeit mit auf die Preise rechnet, dann ist die Post der teuerste Versender von allen!