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Haben die Schleckers Geld beiseite geschafft?

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Ausverkauf startet am Freitag

Die zentrale Frage ist, ob und wann Anton Schlecker Teile seines Vermögens an Dritte gegeben hat, etwa an Familienmitglieder. Diese Werte könnten nachträglich eintreibbares Vermögen darstellen, um damit die Gläubiger zu bedienen. Laut Insolvenzverwaltung könne das problemlos bis zu fünf Jahre zurück rückbuchbar sein.

Grundsätzlich können die Transaktionen sogar bis zu zehn Jahre zurückverfolgt und beanstandet werden. Kreisen zufolge ist davon auszugehen, dass die Insolvenzverwaltung noch Geld bei der Familie eintreiben kann. Allerdings werde das wohl keine große Summe sein. „Da ist möglicherweise das eine oder andere Milliönchen zu holen“, sagte auch der Handelsexperte Franke im „ZDF“.

Schlecker

Die Millionen der Schleckers seien zum größten Teil im Besitz der Kinder, bestätigten Ex-Schlecker-Manager dem Handelsblatt. Die Villa der Familie gehöre der Ehefrau Anton Schleckers, der in der Insolvenz mit seinem Privatvermögen haftet. Sein gesamtes Vermögen - privat und geschäftlich - ist bereits Teil der Insolvenzmasse. Die Frage ist nun, ob da noch mehr zu holen ist - etwa wegen Schenkungen aus der Vergangenheit. Der Firmenchef galt früher als Milliardär.

Ausverkauf am Freitag

Unterdessen startet die insolvente Drogeriekette diesen Freitag ihren Ausverkauf. In jedem noch geöffneten Laden werde es anfangs Rabatte zwischen 30 und 50 Prozent auf das gesamte Sortiment geben, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung am Montag.

Die Filialen sollen entsprechende Werbehinweise etwa für ihre Schaufenster rechtzeitig vor Freitag erhalten. Die anfänglichen Preisnachlässe werden dann dem Plan zufolge schrittweise gesteigert. Der genaue Zeitraum dafür stehe aber noch nicht fest.

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Das endgültige Schließen der Läden richte sich nach dem jeweiligen Erfolg des Abverkaufs, es solle aber auch ein endgültiges Datum für das Aus aller am Ende noch geöffneten Geschäfte geben. Am Wochenende war dabei von Ende Juni die Rede gewesen. Wie weit die Rabatte auf die letzten Waren am Ende reichen könnten, sagte der Sprecher nicht.

  • 06.06.2012, 11:48 Uhrcosmo

    Bei vielen Kommentaren hier kann man erkennen wieso Adolf so ein leichtes Spiel hatte in Deutschland. Auch wenn ich unsinnigen Blödsinn über die "armen" Unternehmer und den notleidenden Mittelstand zum zigsten Male wiederhole so wird er nicht wahrer.
    Anton Schlecker hat mit Sicherheit eine Aufbauleistung vollbracht, vor der man den Hut ziehen kann, aus einfachsten Verhältnissen ( Metzger) zum Grossunternehmer. Da hört dann allerdings die Verbeugung bereits auf. Anstatt eine moderene Struktur und fortschritlliches Management zu etablieren hat er sein Unternehmen weiterhin wie eine Metzgerei geführt, hat niemandem vertraut und zuerst auf den Eigennutz geschaut, anstatt mit einem schlagkräftigen Team noch mehr zu erreichen.
    Und wer hier glaubt, dass der Schleckerclan nicht hunderte Millionen € in der Schweiz, der Karibik oder in Singapur liegen hat, der ist ein naiver Träumer.
    Aber wie in unserem Land üblich werden Gewinn privatisiert und Verluste (in diesem Fall die Kosten der Insolvenz und dem Verlust von 10.000enden Arbeitsplätzen) der Allgemeinheit aufgebürdet.
    Schlecker ist an seinem eigen Geiz, Grössenwahn und an seinem Misstrauen gescheitert, weder Verdi, noch die Medien haben hier eine Schuld.

  • 05.06.2012, 16:48 UhrDogwalker

    Ein Blick in die - im Bundesanzeiger veröffentlichte - Bilanz hätte dem Verfasser gezeigt, dass so brisant die Information nicht ist.
    Der Gewinn ist nicht ausgeschüttet worden, sondern als Darlehen an Schlecker gegangen - ca. € 51,6 Mio.Diese Forderung ist in der Insolvenz nicht mehr viel wert.Der Kassenbestand belief sich per 12/10 auf lediglich € 2,6 Mio. Bei Personalkosten von ca. € 12 Mio. p.a. und Wegfall des einzigen Auftraggebers dürfte auch der Bestand dieser Firma mehr als gefährdet sein. Ein Beiseiteschaffen von Geldern lässt sich jedenfalls daraus nicht erkennen.

  • 05.06.2012, 15:05 Uhrujf99

    Mir kommen die Tränen, wenn ich lese, wie hier einige Leute den armen Anton Schlecker bemitleiden und ihn als Unternehmer glorifizieren.

    Dass er kein fähiger Unternehmer ist, konnte man unter anderem daran ablesen, dass er ein Unternehmen dieser Größe als e.K. führte. Warum tut das jemand, wenn er dann voll in die Haftung kommt? 1. weil er sich nicht in die Karten gucken lassen will, 2. weil er sich selbst überschätzt.

    Dem Mann irgendwelche edlen patriarchalischen Motive zu unterstellen, ist lächerlich.
    Inzwischen weiß man auch, dass er das betriebswirtschaftliche Einmaleins nicht verstand: Einen guten Umsatz (sprich: Warenumschlag) pro Quadratmeter oder Beschäftigte macht man nur mit einem Sortiment ausgewogener Tiefe und Breite zu konkurrenzfähigen Preisen, und diese wiederum kann man nur machen, wenn die Logistikkosten stimmen. Schleckerfilialen waren Onkel-Anton-Läden in den Räumen von Tante-Emma-Läden - ebenso aus der Zeit gefallen und unwirtschaftlich.

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