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Glückliche Kühe statt glückliche Mitarbeiter

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Immer mehr Bio-Produkte aus dem Ausland

Essen ohne Pestizide Diese Lebensmittel sollten Sie besser Bio kaufen

Saftig, knackig, gesund? Obacht, meint die Umweltorganisation Greenpeace, denn frisches Obst und Gemüse enthält nicht nur viele Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe, sondern bringt auch unerwünschte Substanzen auf den Tisch. Das ergab eine aktuelle Auswertung von mehr als 22.000 Proben der deutschen Lebensmittelüberwachung aus den Jahren 2009 und 2010. Die Ergebnisse, in einem Einkaufsratgeber für Obst und Gemüse zusammengefasst, sind nicht immer appetitlich...

Bild: ap

Deswegen glaubt Thomas Roeb von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dass die Aussichten für die Angestellten in der Bio-Branche mittelfristig gar nicht so schlecht sind. Denn: „Der Image-Schaden für die Bio-Ketten wäre einfach zu groß“, so der Handelsexperte. Die öffentliche Berichterstattung dränge die Bio-Ketten-Chefs regelrecht zu einer angemessenen Bezahlung. „Die Löhne werden sich wohl eher ein wenig nach oben entwickeln.“

Am Ende heißt es in einer per E-Mail eingeschickten Stellungnahme aus dem fränkischen Töpen: „Denn’s etabliert sich derzeit im Markt. Das ermöglichte uns in 2012 vor allem die unteren Lohngruppen um bis zu 10 Prozent anzuheben, in 2013 ist eine weitere Erhöhung geplant.“

Die wertvollsten deutschen Einzelhandelsmarken (2013)

  • Rang 10

    Douglas

    Markenwert: 238 Millionen Dollar
    im Vorjahr nicht in den Top 10

  • Rang 9

    Netto

    Markenwert: 262 Millionen Dollar
    minus fünf Prozent gegenüber 2012

  • Rang 8

    Obi

    Markenwert: 283 Millionen Dollar
    plus zwei Prozent gegenüber 2012

  • Rang 7

    Rewe

    Markenwert: 459 Millionen Dollar
    plus 5 Prozent gegenüber 2012

  • Rang 6

    dm

    Markenwert: 485 Millionen Dollar
    plus 19 Prozent gegenüber 2012

  • Rang 5

    Kaufland

    Markenwert: 551 Millionen Dollar
    plus zwei Prozent gegenüber 2012

  • Rang 4

    Media Markt

    Markenwert: 1,3 Mrd. Dollar
    minus drei Prozent gegenüber 2012

  • Rang 3

    Edeka

    Markenwert: 1,5 Mrd. Dollar
    plus fünf Prozent gegenüber 2012

  • Rang 2

    Lidl

    Markenwert: 1,52 Mrd. Dollar
    plus acht Prozent gegenüber 2012

  • Rang 1

    Aldi

    Markenwert: 2,9 Mrd. Dollar
    minus sieben Prozent gegenüber 2012

  • Quelle

    Interbrand, März 2013

Bleibt die Frage, woher die ganzen Bio-Produkte kommen, die wegen anziehenden Nachfrage und der ganzen Bio-Supermarkt-Neueröffnungen zusätzlich gebraucht werden. Derzeit gibt es in Deutschland knapp über 23.000 Bio-Bauern, die Zahl der Umsteiger wächst dagegen nur langsam. Dazu kommt, dass viele Bauern die Bio-Produktion wieder aufgeben. Schon jetzt stammt bereits jeder zweite in Deutschland verkaufte Bio-Apfel und jede zweite Bio-Möhre aus dem Ausland, heißt es in einer Studie der Universität Bonn.

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Allein in Polen und Litauen ist die Fläche der Äcker, die ökologisch bewirtschaftet werden, von 2004 bis 2010 um 531 Prozent (bzw. 290 Prozent) gestiegen, in Deutschland nur um 29 Prozent, heißt es im Blog des Berliner Handelsexperten Peer Schader. Doch die Bevölkerung vor Ort hat von der gestiegenen Nachfrage aus Deutschland nichts. Schader: „In Polen, wo die Fläche für Ökolandbau förmlich explodiert ist, lag der Pro-Kopf-Umsatz für Bio-Produkte 2011 bei lediglich 3 Euro. In Deutschland waren es 81 Euro.“

  • 28.05.2013, 19:06 Uhrpool

    Giftmüll

    http://www.wiwo.de/technologie/ernaehrung-tiere-muessen-industriemuell-fressen/5154418.html

    Rinder, Schweine und Hühner müssen zunehmend Abfall schlucken, der in Unternehmen anfällt. Das gefährdet nicht nur die Tiere, es bedroht auch unsere Gesundheit.

    Mehr als die Hälfte des industriell erzeugten Tierfutters besteht mittlerweile aus teils problematischen Abfällen: Fischhäute, Kaffeesatz und Industriefette – all diese Nebenprodukte würden über Tiermägen „veredelt“, sagt Futtermittelexperte Walter Staudacher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Genau diese Veredelung wird nun zu einer verlässlichen Quelle für immer neue Lebensmittelskandale. Denn das Futter aus Müll enthält oft Schadstoffe wie Pestizide, Nervengifte wie Dioxin, krebsverdächtiges Acrylamid und giftiges Methanol – alles Stoffe, die nachweislich auch der menschlichen Gesundheit schaden.

    Anm. Ein anderer Artikel, den ich abgespeichert habe lautet: Weltkrieg gegen die Natur.
    Was der Mensch bei seinem Raubzug übersieht, dass er sterben wird, bevor er seine Nahrungsgrundlage aufgefressen hat. Die wird im Schatten überleben.

    Chalton Hesten ist zwar ein knorriger Typ und nicht jedermanns Fall, aber seine Filme - Planet der Affen und Soilent Green - treffen den neuralgischen Punkt der Menschheit.

  • 28.05.2013, 19:04 UhrDeutelmoser1994

    Die öffentliche Berichterstattung dränge die Bio-Ketten-Chefs.... - Unfug - das Problem existiert schon von Anfang an, also seit etlichen Jahren. Es wird aber fast nie thematisiert. Schließlich will sich die weit überwiegend rot-grüne Presse ja nicht ans eigene Bein pinkeln !

  • 28.05.2013, 18:22 Uhrpool

    Flache Hierarchien sind die Hölle. Besondere Vorsicht ist geboten, wo "Teamfähigkeit" eingefordert wird und sich alle Duzen. Da wird gemobbt, dass die Schwarte kracht.

    "Bio" ist die reine Verbraucherverarschung. Denn Bio signalisiert, dass alles, was dieses Siegel nicht hat, Giftmüll ist. Was auch irgendwie stimmt.
    Mit Bio hat sich das Konzerninteresse fein herausgeredet. Verbraucherschutz wäre, wenn alle naturbelassenen Produkte nicht gekennzeichnet würden und der Giftmüll ein Gefahrenstoff-Kennzeichen bekäme.

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