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Durchbruch: Hickhack im Lufthansa-Tarifstreit geht weiter

Am Montag hatte die Gewerkschaft Verdi noch vor einem Scheitern der Tarifverhandlungen gewarnt. Nun hat sich Lufthansa mit Verdi geeinigt. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo lehnt das Lufthansa-Angebot jedoch weiter ab.

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Eine Stewardess der Lufthansa an Board eines A380. Quelle: dpa
Eine Stewardess der Lufthansa an Board eines A380. Quelle: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit der Lufthansa auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Lufthansa-Beschäftigten am Boden, bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo erhalten 3,5 Prozent mehr Gehalt ab 1. Januar 2012 bei einer Laufzeit von 13 Monaten, wie Verdi am Donnerstagabend mitteilte. Zusätzlich sei ein Urlaubsgeld-Zuschlag und für bestimmte Bereiche eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden. Die Tarifkommission der Arbeitnehmervertreter habe dem bereits zugestimmt. Die Lufthansa bestätigte die Einigung, die für 33.000 Beschäftigte gilt. Verdi hatte zunächst von 50.000 Mitarbeitern gesprochen, für die der Abschluss gelte, diese Zahl später aber korrigiert.

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Ausgeschert ist hingegen die Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Deren Tarifkommission habe das Lufthansa-Angebot „deutlich“ abgelehnt, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Über das weitere Vorgehen sei noch nicht entschieden worden. Ufo vertritt nach eigenen Angaben rund 20.000 Lufthansa-Mitarbeiter.

Die Tarifrunde fiel in eine schwierige Zeit für die Lufthansa. Die Kranich-Linie bereitet derzeit ein neues Riesen-Sparprogramm vor. Damit solle die Zukunft des Unternehmens langfristig gesichert werden, erklärte Konzernchef Christoph Franz vor zwei Wochen. Details des Programms sind noch nicht bekannt. Es soll Anfang Februar den Managern der Linie präsentiert werden.

Die Mitarbeiter des deutschen Marktführers spüren den Druck bereits. So sollen auf Flügen nach Berlin ab Sommer Leiharbeiter als Stewards und Stewardessen eingesetzt werden - Gewerkschaften laufen dagegen Sturm. Und in Stuttgart übernimmt künftig die Lufthansa-Billigtochter Germanwings den Europaverkehr. Im Erfolgsfall könnte das Modell auf andere kleinere Lufthansa-Ziele ausgeweitet werden.

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