DÜSSELDORF. Die amerikanischen Reissorten würden bis auf weiteres gegen neue Ware aus anderen Ländern ausgetauscht. Verunsicherte Verbraucher weichen inzwischen auf Bio-Produkte aus. Auch in der Schweiz haben große Handelskonzerne wie Coop und Migros US-Reis aus ihren Läden verbannt.
Verunsicherte Verbraucher weichen inzwischen auf Bio-Produkte aus. „Der Umsatz mit Bio-Reis hat in den letzten Tagen um rund 20 Prozent zugenommen“, berichtet Michael Radau, Chef der Handelskette Superbiomarkt. Das Unternehmen betreibt in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen insgesamt zwölf Biosupermärkte und setzt damit etwa 16 Mill. Euro im Jahr um.
Bio-Reis ist bei der Biomarkt-Kette zwar nicht der Umsatzträger Nummer eins, doch das Unternehmen hat immerhin knapp 20 verschiedene Bioreis-Sorten im Sortiment. Beim Kauf von Reis aus biologischem Anbau kann der Kunde einigermaßen sicher sein, dass er nicht mit US-Reis vermischt wurde. Denn für Bio-Langkornreis aus den USA bestehe keine Importerlaubnis, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) dem Handelsblatt.
Von der steigenden Nachfrage nach Bio-Reis profitieren vor allem Reissorten, die in Italien oder Indien angebaut werden. Bedeutende deutsche Lieferanten sind die Biofirmen Rapunzel Naturkost und Davert.