
HB DÜSSELDORF. Die britische Fluggesellschaft BritishAirways (BA) will wieter zukaufen: „Eine Partnerschaft mit Alitalia ist durchaus möglich,falls die Sanierung der privaten Investorengruppe CAI wirklich greift“, sagte Vorstandschef Willie Walsh, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Auf eine Beteiligung an Austrian Airlines habe sein Konzern verzichtet, weil der Anbieter aus Wien strategisch viel besser zur Lufthansa passe.
Angesichts des schwierigen Umfelds rechnet der BA-Chef mit weiteren Pleiten und Fusionen. „Wir haben in jüngster Vergangenheit 30 Fluglinien weltweit verschwinden sehen, es würde mich nicht wundern, wenn es in dieser Größenordnung weitergehen würde.“ Unter den verbliebenen Unternehmen erwarten Experten eine Konsolidierung. „Einen Mangel an Kaufgelegenheiten gibt es wahrlich nicht“, sagte Walsh. Entscheidend sei aber die Frage nach dem strategischen Sinn.
Der Druck auf die Industrie hat sich durch die Finanzkrise noch einmal erhöht. „Für unsere Branche hat sich das Umfeld durch die Rekordstände beim Öl, die schlechte Weltkonjunktur sowie die Liquiditätsengpässe im Bankensektor deutlich eingetrübt“, sagte Walsh.
Es gebe keine Anzeichen, dass sich das in absehbarer Zeit ändere. Im September musste die britische Fluglinie einen deutlichen Passagierrückgang verbuchen. Belastend wirken sich auch die Treibstoffkosten aus. „Bislang haben sich unsere Kosten für Treibstoff im laufenden Geschäftsjahr um eine Milliarde Pfund verteuert und erreichen mit insgesamt drei Milliarden Pfund interne Rekordhöhe.“