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Emeza.de: Zalando startet Luxus-Ableger

Zalando kopiert ein exklusives Online-Portal von Richemont. Mit Edelmarken im Luxus-Shop Emeza.de will das Unternehmen eine neue, kaufkräftige Zielgruppe erschließen – doch das Segment ist heftig umkämpft.

Die optische Aufmachung von Emeza erinnerte im Januar an einen Konkurrenten ... (Quelle: Screenshot Emeza.de)
Die optische Aufmachung von Emeza erinnerte im Januar an einen Konkurrenten ... (Quelle: Screenshot Emeza.de)

DüsseldorfMit Emeza versucht sich der Berliner Internet-Händler Zalando als Anbieter von Luxusprodukten. Das Segment ist heftig umkämpft. Bislang macht der durch seine aggressive Fernsehwerbung bekannt gewordene Händler kein großes Aufsehen um seinen neuesten Spross, ein Shopping-Portal für Luxusgüter. Vor zwei Wochen ist Emeza.de (sprich: „Eh-mee-sa“) an den Start gegangen. Doch eine Pressemitteilung hat es nicht gegeben, auch ein Facebook-Auftritt fehlt (noch).

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Erst mit den Frühjahrskollektionen bekannter Marken werde es richtig losgehen, meint ein Zalando-Sprecher. Mit dem neuen Angebot will das Unternehmen eine neue, kaufkräftige Zielgruppe erschließen. Rund 30 Designer sind bereits in dem Shop vertreten. Im Angebot: Kleider, Schuhe, Taschen für mehrere hundert Euro von Edelmarken wie DKNY, Michael Kors oder Missoni.

... des Luxuskonzerns Richemont. Emeza-Farbgestaltung und Anordnung der Fotos erinnern an Net-a-porter. (Quelle: Screenshot net-a-porter.com)
... des Luxuskonzerns Richemont. Emeza-Farbgestaltung und Anordnung der Fotos erinnern an Net-a-porter. (Quelle: Screenshot net-a-porter.com)

Mit Zalando-Premium hat das Internet-Unternehmen zwar bereits im März letzten Jahres eine Plattform für Designermode aufgebaut. Aber Emeza soll noch etwas edler und teurer sein und sich dadurch unterscheiden. Die eigenständige Luxusseite verzichtet daher – mit Ausnahme des Impressums – auf Hinweise auf Zalando.

Was Deutsche am meisten zurückschicken

  • Möbel/Heimtextilien

    Die Faustregel des interaktiven Handels: Je näher das bestellte Produkt am Körper ist, desto höher ist die Rückgabequote (in Prozent). Möbel und Heimtextilien werden demnach nur in 12,2 Prozent retourniert.

  • Geschenkartikel

    Von allen Online-Bestellungen aus der Kategorie Geschenkartikel gehen 12,8 Prozent wieder zurück.

  • Musik/DVD/Games

    Etwa 13,2 Prozent der Bestellungen aus dem Bereich Musik/DVD/Games bleibt nicht beim Kunden und wird zurück zum Händler geschickt.

  • Bücher

    Bücher werden auch nicht so oft wieder zurück geschickt. Die Quote liegt bei 13,4 Prozent.

  • Spielzeug

    Auch Kinder können wählerisch sein. 14,8 Prozent des bestellten Spielzeugs wird retourniert.

  • EDV

    Im Bereich EDV liegt die Rückgabequote bei 15,1 Prozent.

  • Unterhaltungselektronik

    Gut 15,4 Prozent der bestellten Produkte aus der Kategorie Unterhaltungselektronik/Foto wird zurückgeschickt.

  • Haushaltselektronik

    Haushaltselektronik wird in 15,6 Prozent aller Fälle wieder retourniert.

  • Sonstiges

    Alles, was in keine andere Kategorie fällt, hat eine Rückgabequote von 16 Prozent.

  • Kleidung/Schuhe

    Am häufigsten schicken Kunden im interaktiven Handel Kleidung und Schuhe wieder zurück. Die Quote liegt bei 28,5 Prozent.

    (Quelle: Zeit, Nr. 43, Grafik S. 41)

Der Einstieg des Berliner Unternehmens in das Edelsegment kommt nicht unerwartet. Der Nobelmarkenkonzern PPR, dem unter anderem Marken wie Gucci, Puma und Yves Saint Laurent gehören, war als strategischer Investor mit 10 Millionen Euro bei Rocket Internet eingestiegen. Das Unternehmen, gegründet von den Samwer-Brüdern, hält wiederum Anteile an Zalando.

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Die Samwer-Brüder greifen bei Emeza – wie man es von ihnen kennt – bereits bewährte Ideen auf. So betreibt etwa der Schweizer Luxus-Artikelhersteller Richemont das Portal net-a-porter.com und mytheresa.com. „Emeza ist unser Ansatz, das Gleiche zu machen“, sagt ein Zalando-Sprecher ganz offen über das neue Projekt. Eine Richemont-Sprecherin lehnte einen Kommentar zu dem neuen Konkurrenten ab.

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