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Ernst & Young: Prüfer kämpfen mit Nachwirkungen der Krise

Die deutsche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young kann eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung noch nicht erkennen. "Diese Krise ist noch lange nicht vorbei", sagte Christoph Groß, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, am Donnerstag in Stuttgart und teilt damit die Einschätzung der Konkurrenz. Die Wirtschaftsprüfer nehmen die Aufsichtsräte in die Pflicht.

STUTTGART. "Wir rechnen nur mit einem leichten Aufwärtstrend, sofern es nicht wieder Rückschläge gibt", sagte Christoph Groß. Damit teilt Ernst & Young die Einschätzung der Konkurrenten. Die Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) hatte bei der Vorlage der Bilanzzahlen Ende September ebenfalls von einer beunruhigenden Lage gesprochen. "Der politische Optimismus ist bei uns noch nicht angekommen", hatte PWC-Deutschlandchef Hans Wagener gesagt. Und auch Deloitte stellt sich weiterhin auf harte wirtschaftliche Bedingungen ein.

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Die Wirtschaftsprüfer bekommen das nun auch im eigenen Geschäft zu spüren: Nur wenn die Wirtschaft, wie vom Sachverständigenrat oder DIHK prognostiziert, um 1,6 oder zwei Prozent wächst, wird Ernst & Young den Umsatz im laufenden Jahr stabil halten können. Und Deutschlandchef Herbert Müller ist mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung deutlich pessimistischer. Die Branche der Wirtschaftsprüfer hängt stark von der finanziellen Lage der Kunden ab - Ernst & Young damit vor allem von der Industrie.

Da sich die Krise bei den Prüfern erst zeitverzögert niederschlägt, bleiben die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr trüb. Selbst wenn sich die Wirtschaft ab dem zweiten Halbjahr 2010 erholt, würden die Prüfer erst im darauffolgenden Jahr davon profitieren.

Wie bei PWC brach auch bei Ernst & Young in der Krise vor allem das Geschäft mit Übernahmen und Fusionen ein. "Wir haben unseren Schwerpunkt von der Transaktionsberatung auf die Begleitung von Restrukturierungsprojekten verlegt, womit wir den Umsatzrückgang leicht abfedern konnten", sagte Groß. Dennoch sanken die Umsätze in diesem Geschäftsbereich im Jahr 2008/09 bis Ende Juni um deutliche 22 Prozent auf 230 Mio. Euro. Konkurrent KPMG, der vierte im Bunde der großen Prüfungsgesellschaften, klagte dagegen vor allem über den Rückgang der Beratungsprojekte im Risikomanagement.

Der Bereich Wirtschaftsprüfung, der bei Ernst & Young 38,8 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, verzeichnete jedoch ein Wachstum um 4,3 Prozent. Erhöhten Betreuungsbedarf haben die Kunden vor allem beim Thema Abschreibungen. In der Steuerberatung konnte Ernst & Young ebenfalls leicht zulegen. Größeres Wachstum erhoffen sich die Prüfer künftig durch Steueränderungen der neuen Bundesregierung.

  • 04.12.2009, 00:09 UhrPleitegeier

    Wieder zeigen sich die Wirtschaftsprüfer von ihrer arrogantesten Seite, der Realität weit entrückt und weltfremd: "Dass das image der Prüfungsgesellschaften in der Krise leidet, kann Müller dagegen nicht verstehen. Eine Verantwortung der Wirtschaftsprüfer für die Risiken in den bilanzen wies er zurück."

    Das braucht man nicht zu kommentieren, eine Eingabe der großen Namen in Kombination mit dem Wort "Pleiten" in die Suchmaschinen liefert genügend Antworten auf diese freche Aussage.

  • 04.12.2009, 00:10 UhrPleitegeier

    Wieder zeigen sich die Wirtschaftsprüfer von ihrer arrogantesten Seite, der Realität weit entrückt und weltfremd: "Dass das image der Prüfungsgesellschaften in der Krise leidet, kann Müller dagegen nicht verstehen. Eine Verantwortung der Wirtschaftsprüfer für die Risiken in den bilanzen wies er zurück."

    Das braucht man nicht zu kommentieren, eine Eingabe der großen Namen in Kombination mit dem Wort "Pleiten" in die Suchmaschinen liefert genügend Antworten auf diese freche Aussage.

  • 04.12.2009, 00:22 UhrBackermeisterBullerjahn

    "Wir rechnen nur mit einem leichten Aufwärtstrend, sofern es nicht wieder Rückschläge gibt", sagte Christoph Groß. "

    ich wusste gar nicht, daß das Hb ein Satiereblatt ist.
    Der Satz klingt so ähnlich, wie der eines Metereologen: "Wir rechnen morgen mit Sonnenschein, sofern es nicht regnet."
    Glauben denn inzwischen Pressesprecher und die sie zu Wort kommen lassenden Medien, daß sie den letzten Dünnpfiff verbreiten dürfen?
    TsTsTs

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