
HB DÜSSELDORF. Über einen staatlichen Vermittler sollen zuvor Details der Verhandlungen vereinbart werden. Die Gewerkschaft hatte den vom Unternehmen zuletzt vorgeschlagenen Dreijahresvertrag mit elf Prozent mehr Lohn als zu niedrig abgelehnt.
Sie dringt zudem auf umfassende Jobgarantien, weil Boeing immer mehr auf Zulieferer setzt und weite Teile der Fertigung auslagert. Boeing und die Gewerkschaft hatten seit Beginn des Ausstands am 6. September über den staatlichen Vermittler Kontakt gehalten und bei einem Treffen am Mittwoch die Wiederaufnahme der Verhandlungen vereinbart.
Der Streik bedroht den ohnehin mehrfach verschobenen Erstflug des neuen Boeing-Hoffnungsträgers „Dreamliner“ vor Jahresende. Die Boeing 787 soll ab dem dritten Quartal nächsten Jahres an die Kunden gehen - bereits mit über einem Jahr Verzug. Wie Airbus sitzt Boeing auch bei anderen Typen auf übervollen Auftragsbüchern. An jedem Streiktag entgehen Boeing laut Analysten rund 100 Millionen Dollar Umsatz. Wegen der Lieferverzögerungen drohen zudem hohe Strafgelder.