
Empfiehlt Greenpeace auch Bio-Sprossen aus Ägytpten?
Schon bemerkenswert, dass sich eine Zeitung mit dem Qualitätsanspruch des Handelsblatt ausschließlich auf eine Greenpeace-Studie und das sicher hoch gerankte Online-Magazin "Utopia" bezieht. Daraus zu folgern, dass man bestimmte Lebensmittel grundsätzlich "besser Bio" kaufen solle, ist ziemlich gewagt.

Grundsätzlich sind Greenpeace Studien häuig ziemlich peinlich. Man denke an die Oekoatomstudien wo meist das geschrieben wird was die Spendenbereitschaft einer oekogläubigen Leserschaft anregt. Ein wenig naturwissenschaftliches Allgemeinwissen am Anfang, garniert mit bekannten Quellen und Namen und dann folgt ohne rechnerische, oder experimentelle Nachweisführung die ökologische Erkenntnis.
Vielfach werden gem. eines MA der die kontrollierten Lebensmittel für einen Babynahrungshersteller kontrollierte, Felder einige Jahre Bio bewirtschaftet bis die Konzentration an Düngemitteln etc. soweit abgesunken ist dass sich der Anbau nicht mehr lohnt und dann wieder ein paar Jahre konventionell.
Obst sieht ohne chemische Hilfen häufig ziemlich bescheiden aus und lässt sich kaum verkaufen. Man möge einfach eine Streuobstwiese besuchen. Deshalb helfen dann die Biobauern mit Kupfervitriol nach. Dieses ist seit Jahrhunderten bekannt und deshalb ökologisch korrekt.
Bio ist in erster Linie eine Glaubensfrage für die den Gläugbigen religiöse Erbauung und damit Gesundheit schenkt.
Vandale

Ich finde den Mangel an kritischem Umgang mit Studien von Greenpeace traurig. Da diese Organisation davon lebt echte oder konstruierte Skandale aufzudecken, bin ich da sehr kritisch. Da traue ich BfR oder anderen Ämtern oder Behörden deutlich mehr Neutralität.
Ich esse jedenfalls auch konventionelles Gemüse und Obst

Sehr gut und Nahrhaft soll auch das Obst und Gemüse der Firma Monsanto sein! Gesundheit dank Gentechnik;-)
http://www.politaia.org/wp-content/uploads/2011/04/monsantkids_dees.jpg

Ein Bekannter von mir ist bei einem staatlichen Lebensmittelkontrollbehörde.
Biopflanzen holen sich die Nahrung oft aus tieferen Erdschichten, dasie weniger Dünger erhalten als konventionelle. Deswegen sind Biopflanzen häufig stärker mit Umweltgiften belastet.

@Redaktion:
- Paprika & Tafeltrauben aus der Türkei spielen auf dem deutschen Markt praktisch keine Rolle.
- die wichtigsten Paprikaproduzenten für Europa sind: Holland, Spanien, Marokko, Ungarn
- Tafeltrauben für Europa kommen überwiegend aus: Italien, Südafrika, Südamerika
- Birnen für den deutschen Markt kommen meist aus: Deutschland, Frankreich, Italien, Südafrika
- Weinblätter als absolutes Nischenprodukt sind auch als Bioware nicht zu empfehlen, da Mehltau (& dessen Bekämpfung) in jedem Jahr & bei jeder Anbauform ein Thema ist
Warum veröffentlichen Sie das, ohne die Fakten von unabhängiger Stelle auf Plausibilität prüfen zu lassen?

In Salatgurken wurden also Fungizide gefunden? Na gottseidank, denn das hat seinen Grund:
http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/02_UnerwuenschteStoffeOrganismen/08_PilzePilzGifteBakt/lm_Pilzgifte_Bakterien_node.html

Studien von Greenpeace sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. "Bio" ist Geldschneiderei. Steinersche Romantizismus ist die Grundlage des Biowahns, der uns weis machen will, wie bösartig Dünger aus der chemischen Industrie wären. Das ist doch alles Humbug. Dünger ist Dünger, egal ob natürlicher oder chemischer Dünger. Und die Biobauern düngen auch. Die Nebeneffekte sind aber viel größer, wenn man die natürlichen Dünger nimmt, für die Steiner einen Freifahrtsscheinen ausstellt. Und diese Nebeneffekte sind das Problem. Sie sind auch weniger effektiv, was noch ein Problem ist. Statt harmloser Fungizid-Rückstände auf der Paprika, bekommt man bei Bio einen schönen Schimmelpilz geschenkt. Das habe ich leider schon selbst erlebt. Einen Tag nach dem Kauf durfte ich die Paprika wegwerfen. Der Schimmel war sichtbar, d.h. er war schon vorher da und ich bekam Tag des Kaufs meines Dosis Naturgift ab.
Und was die Holland-Tomate betrifft: Diese erfüllt weitesgehend die Regularien der Bio-Branche, schließlich wird in der konventioniellen Landwirtschaft nichts unversucht gelassen, Dünge-Mittel, Pestizide, Herbizide und Fungizide zu minimieren. Das spart schließlich Geld. Die Holland-Tomate hat nur ein "Problem": Sie wächst nicht in Erde, sondern in Schaumstoff.
Ich boykottiere Bioware. Schlechtere Qualität zum höheren Preis... nein Danke.

wie kann ich als Verbraucher im Supermarkt feststellen, ob Obst & Gemüse gut aussieht, weil wirklich gesund ist oder ob es stark belastet ist? Muss denn unbedingt BIO draufstehen, damit es frei von Pestiziden und Fungiziden ist?

Was ich *glaube* ist, dass fast alle *anyonym*-Kommentare hier von derselben Person sind. Es ist nicht das erste mal, dass festgestellt wurde, dass Bio Obst & Gemüse viel geringer mit schädlicher Pestizid-Chemie belastet ist, wenn überhaupt. Wer weiß, dass auf der Nebenwirkungs-Horrorliste u.a. Gehirnveränderungen an Ungeborenen stehen oder wessen Ehefrau zuhause das eigene Kind stillt, fasst den Dreck von Billig & Proll nicht mehr an. 7 verschiedene Pestizide, damit man (willkürlich) festgesetzte Höchstmengen bei jedem einzelnen nicht überschreitet...noch Fragen