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EU-Kommission:: Otto darf Quelle-Marken mit Einschränkungen nutzen

Nur mit Einschränkungen darf Otto die Markenrechte des insolventen Konkurrenten Quelle nutzen. Der Konzern hatte die Beschränkungen selber ins Spiel gebracht, um die Zustimmung der Wettbewerbshüter zu erreichen. Die Hamburger zeigten sich erfreut über den positiven Entscheid.

Probe für Quelle-Theaterstück: Otto darf Markenrechte nutzen. Quelle: dpa
Probe für Quelle-Theaterstück: Otto darf Markenrechte nutzen. Quelle: dpa

HB BRÜSSEL. Die Hamburger Otto-Gruppe darf die Markennamen des insolventen Fürther Versandhändlers Quelle nutzen - allerdings unter Auflagen. Die Europäische Kommission genehmigte am Dienstag in Brüssel dem Versandhaus Otto, Vermögenswerte des insolventen Versandhandelsunternehmens Primondo zu übernehmen unter der Bedingung, die Marken Webschatz, Universum und Casamaxx zu verkaufen. Außerdem werde der Käufer dieser Marken das Recht haben, die Quelle-Adressdaten im gleichen Umfang und zu denselben Bedingungen zu nutzen wie Otto, teilte die Kommission weiter mit.

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Otto hatte nach Kommissionsangaben die beiden Maßnahmen angeboten, um wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Behörde auszuräumen. Die Kommission ist die oberste Wettbewerbsaufsicht in Europa und hatte zunächst eine zu große Marktmacht des Versandhändlers befürchtet, darunter bei Damenbekleidung und Sporttextilien. Die Übernahme gefährde nun nicht den freien Wettbewerb in Europa.

„Wir begrüßen die Entscheidung der EU-Kommission“, sagte der Pressesprecher der Otto-Gruppe, Thomas Voigt, am Dienstagabend. „Wir wollen Quelle zu einer starken Marke innerhalb unseres Konzerns ausbauen.“ Ziel sei, neben dem jüngeren Otto-Klientel auch die etwas konservativeren Quelle-Kunden anzusprechen.

Der Otto-Versand hatte die Markenrechte bereits im vergangenen November gekauft, darunter auch die Technik-Eigenmarke „Privileg“. „Die Zukunft von „Privileg“ ist noch offen“, sagte Voigt. „Es ist noch nicht entschieden, ob wir die Marke selbst oder gemeinsam mit einem Partner führen. Möglicherweise wird sie auch weiterverkauft.“

Darüber hinaus übernahm Otto vollständig das Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nun darf der Versandhändler neben der begehrten Marke auch die Logos und die meisten Internet-Adressen von Quelle nutzen.

Quelle galt vor dem Niedergang als umsatzstärkste Marke in Deutschland. Otto hatte von seinem Konkurrenten Quelle auch die Kunden-Adressen erworben.

  • 21.02.2010, 02:01 UhrAnonymer Benutzer: Rosi

    Naja bisher war da wo Quelle drauf stand auch Quelle drin, jetzt ist da nix mehr von Quelle drin. Diese Quelle ist nicht mehr das was die Quelle aus Fürth war. Einfach nur eine billige Kopie vom Otto Katalog und mehr nicht. Und ohne die Marke und den Geräten von Privileg ist die Marke nicht viel Wert und das gleiche auch umgegehrt. Hätte Otto lieber die Mitarbeiter von Quelle die jetzt auf der Strasse stehen übernomen das wäre sauber gewesen. Der Name Quelle ist durch die Unprofesionelle Abwicklung durch den insolvenzverwalter Görg so sehr in den Dreck gezogen worden das es Otto nicht schaffen wird das Vertrauen der ehemaligen Quelle Kunden neu zu gewinnen das wird hoffentlich scheitern.
    http://www.youtube.com/watch?v=QdaX_TYwbYg&feature=related

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