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Ex-Ferrostaal-Vorstand: Pohlmann gründet Compliance-Beratung

exklusiv Er hat die Korruptionsaffäre bei Siemens aufgearbeitet und sich als Vorstand mit Schmiergeld bei Ferrostaal auseinandergesetzt. Jetzt macht sich Andreas Pohlmann mit einer Beratungsfirma selbstständig.

Andreas Pohlmann macht sich selbstständig. Quelle: Ferrostaal
Andreas Pohlmann macht sich selbstständig. Quelle: Ferrostaal

DüsseldorfDer frühere Compliance-Vorstand des Industriekonzerns Ferrostaal, Andreas Pohlmann, macht sich selbstständig. „Zusammen mit drei Partnern habe ich die Firma Pohlmann & Company gegründet, um Unternehmen bei der Einführung von Compliance-Strukturen zu beraten“, sagte Pohlmann dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Ihre Dienste wollen die vier ab März anbieten
Pohlmann hat sich mit der Aufarbeitung der Korruptionsaffäre bei der Siemens AG einen Namen gemacht. Als diese bewältigt war, wechselte er im Jahr 2010 zu Ferrostaal. Bei dem Essener Industriedienstleister sollen Mitarbeiter über Jahre hinweg Aufträge mit Schmiergeld angeschoben haben. Den Posten als Compliance-Vorstand bei Ferrostaal legte Pohlmann im November nieder. „Ich habe meine Arbeit bei Ferrostaal als beendet gesehen“, sagte er. Die Staatsanwaltschaft München hatte die Vorwürfe gegen das Unternehmen gegen ein Bußgeld in Höhe von 149 Millionen Euro fallen gelassen
„Meine Erfahrungen von Siemens und Ferrostaal will ich nun in die Beratung einfließen lassen“, sagte Pohlmann. Neben Unternehmen sieht er Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen als potenzielle Kunden. Bei diesen gebe es eine große Unsicherheit in Sache Korruptionsvorbeugung und saubere Unternehmensführung.

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