Hansen war in der vergangenen Woche von der Spitze der Gewerkschaft Transnet zurückgetreten, um den Posten als Bahn-Arbeitsdirektor anzunehmen. Daraufhin waren Vorwürfe laut geworden, er sei für die loyale Unterstützung von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn belohnt worden. Der Gewerkschafter habe aus Eigennutz gehandelt und sei aus Karrieregründen mit seiner ganzen Organisation für eine Teilprivatisierung der Bahn eingetreten. Hansen hatte dies als „aberwitzig“ zurückgewiesen.
Mit Blick auf die weitere Privatisierung der Bahn sagte Hansen: „Für mich ist wichtig, dass der Bund weiter das Sagen hat – also die Mehrheit der Anteile besitzt.“ Die Obergrenze der Privatisierung liege für ihn bei 49,9 Prozent.
Am Donnerstag hatte der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn den Teil-Börsengang des Konzerns beschlossen: Damit können sich Investoren an 24,9 Prozent des Unternehmens beteiligen.
Hansens Nachfolger an der Transnet-Spitze ist der bisherige Stellvertreter Lothar Krauß, der am heutigen Freitag offiziell vom Beirat gewählt worden ist.
Die Initiative „Bahn von unten“ forderte den Rücktritt des gesamten Transnet-Vorstandes und die Einberufung eines außerordentlichen Gewerkschaftstages. „Die Transnet-Mitglieder müssen die Gewerkschaft wieder unter ihre Kontrolle bekommen“, sagte der Vertreter der Organisation, Hans-Gerd Oefinger, der „Berliner Zeitung“.

