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Flugbranche: Lufthansa ist optimistisch für die Luftfracht

Optimistische Töne sind da heute von der Lufthansa zu hören: In der Cargo-Sparte geht man von einer deutlichen Entspannung der schwierigen Geschäftslage aus. Und auch die Technik-Division zeigt sich krisenfest.

Lufthansa Cargo zeigt sich optimistisch. Quelle: ap
Lufthansa Cargo zeigt sich optimistisch. Quelle: ap

HB FRANKFURT. Lufthansa-Cargo-Chef Carsten Spohr hofft im nächsten Jahr auf eine deutliche Verbesserung des Geschäfts. „Als Optimist gehe ich davon aus, dass wir eine deutliche Erholung sehen werden - sowohl auf der Tonnage- als auch auf der Erlös- und damit der Ergebnisseite“, sagte Spohr der „Börsen-Zeitung“. Derzeit liege die Frachtsparte von Deutschlands größter Fluggesellschaft bei den Mengen noch immer unter einem „normalen Jahr“. „Beim Wachstum haben wir einige Jahre verloren“, räumte der Manager ein.

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Dass die Konzernmutter die Geduld mit der verlustreichen Tochter verlieren könnte, glaubt Spohr nicht. Cargo gehöre mit einem zweistelligen Anteil an den gesamten Verkehrserlösen zum Kerngeschäft einer Interkontinental-Airline. Durch die jüngsten Zukäufe habe Lufthansa Cargo zudem ihre Position innerhalb des Konzerns gestärkt. Die Sparte werde schon bald neben dem strategischen auch wieder einen finanziellen Beitrag zum Lufthansa-Konzern liefern.

Die Technik-Tochter der Deutschen Lufthansa ist dagegen von der allgemeinen Krise der Luftfahrt nur relativ wenig betroffen. Die Auftragslage des weltweit führenden technischen Dienstleistungsunternehmens für die Luftfahrtindustrie sei weiterhin stabil und Entlassungen seien auch nicht vorgesehen, erklärte der Vorstandsvorsitzendes der Lufthansa Technik, August Wilhelm Hennigsen, am Donnerstagabend vor dem Luftfahrt-Presse-Club (LPC) in Hamburg. Lufthansa Technik beschäftigt allein in Hamburg rund 10 000 Mitarbeiter.

Hennigsen räumte zwar ein, dass auch die Lufthansa Technik unter der weltweiten Luftfahrt-Krise leide, die bei den Fluggesellschaften der Welt nach IATA-Schätzungen in diesem Jahr zu 11 Milliarden US- Dollar Verlusten führen wird. Andererseits liege der Rückgang der Flugzeugbewegungen vom Juli 2008 bis zum Juli 2009 weltweit nur bei 3,1 Prozent. „Flugzeuge fliegen weiterhin und wir müssen dafür sorgen, dass diese Flugzeuge erhalten werden und sicher sind“, betonte Hennigsen. Die Lufthansa Technik habe immerhin 650 Kunden rund um den Globus und betreue regelmäßig 2000 Flugzeuge.

Die gegenwärtige Krise, so Hennigsen, sei bei den Billigfliegern bisher nicht so stark angekommen wie bei den großen Fluggesellschaften; deren großes Problem sei der starke Rückgang von First und Business-Class-Passagieren als den tragenden Säulen bei den Einnahmen. Diese Erlöse fehlten diesen Airlines vor allem im interkontinentalen Bereich.

Zudem sei die Zahl der Flugstunden rückläufig. Deshalb schloss Hennigsen auch die Insolvenz weiterer Airlines nicht aus, wenn die Krise noch länger anhalte. Hennigsen rechnet mit einer langsamen Erholung der ganzen Branche erst 2011. Der alte Stand werde frühestens erst wieder 2012 erreicht werden und im extrem schrumpfenden Frachtverkehr, der Einbußen bis zu 20 Prozent erlitten habe, mutmaßlich noch später.

Der Lufthansa-Technik-Chef begründete seinen grundsätzlichen Optimismus vor allem damit, dass die Auslieferung neuer Flugzeuge uneingeschränkt auf hohem Niveau bleibe: „Das gilt vor allem für Airbus und Boeing. Und unsere Kunden-Airlines sind trotz aller Probleme rund um den Globus weiter auf Wachstum eingestellt.“

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