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Fluggesellschaft: Gewalt und Festnahmen bei Iberia-Streik

Zu Beginn des Streiks der Fluggesellschaft Iberia setzte die Polizei bereits Schlagstöcke gegen Streikende ein. Die Regierung warnt nun vor Schäden für den Tourismus. Insgesamt dürften bis Freitag 1200 Flüge ausfallen.

Der fünftägige Streik der Fluggesellschaft Iberia eskalierte bereits am ersten Tag. Quelle: AFP
Der fünftägige Streik der Fluggesellschaft Iberia eskalierte bereits am ersten Tag. Quelle: AFP

MadridDer Streik der spanischen Fluggesellschaft Iberia ist am ersten Tag in Gewalt umgeschlagen. In Madrid setzten Polizisten am Montag Schlagstöcke gegen Streikende ein, die in das Gebäude des größten Flughafen des Landes gelangen wollten. Einige wurden mit Gewalt aus dem Terminal geschmissen. Mindestens fünf Streikende wurden verhaftet. Die Mitarbeiter der angeschlagenen Airline wehren sich mit einem fünftägigen Ausstand gegen Lohnkürzungen und den Abbau Tausender Stellen. Von den bis Freitag geplanten Arbeitsniederlegungen sind nach Angaben der Airline 70.000 Passagiere betroffen. Iberia sagte bereits 415 Flüge ab. Insgesamt sollen rund 1200 Flüge ausfallen, da an den spanischen Flughäfen wegen des Streiks nicht genügend Servicepersonal zur Verfügung steht. Am Montag wurden mehr als 80 Flüge gestrichen. Zudem kam es beim Betrieb des Airports zu Einschränkungen, da die Gepäckabfertiger von Iberia auch für andere Fluggesellschaften arbeiten.

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Hunderte Iberia-Mitarbeiter strömten am Morgen Triller pfeifend und Parolen skandierend in den Terminal 4 des Madrider Flughafens Barajas. Etwa 2000 demonstrierten vo den Toren des Airports. Sie schwenkten spanische Fahnen und Banner mit der Aufschrift "Briten geht heim". Die seit langem in der Krise steckende und rote Zahlen schreibende Iberia fusionierte 2011 mit der profitablen British Airways zur International Airlines Group. Viele machten britische Manager für den Sparkurs der Airline verantwortlich. Es sollen 3800 Arbeitsplätze gestrichen werden. Nach diesem ersten fünftägigen Streik sind im März zwei weitere Streikwochen geplant. Dem krisengeschüttelten Land drohen dadurch schmerzhafte Einbußen im Tourismus. "Jeder hat seine Probleme. Aber sie sollten nicht diejenigen belästigen, die Geld ins Land bringen. Das ist auch Geschäft", sagte ein französischer Tourist.

Fluggesellschaften

Verkehrsministerin Ana Pastor hat bereits vor einem großen Schaden für die Wirtschaft des Landes gewarnt, das von einer tiefen Rezession und rekordhoher Arbeitslosigkeit geplagt ist. Sie forderte das Management und die Gewerkschaften deshalb zur Einigung auf. "Wir können es nicht zulassen, dass Spanien mehr als zehn Millionen Euro am Tag verliert, denn diese Art von Schlag trifft uns alle", sagte Pastor. Der Tourismus macht rund elf Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus und ist einer der wenigen Bereiche, die noch wachsen. Diese Streikwoche fällt auf Schulferien in Großbritannien und Frankreich, von wo die meisten Touristen nach Spanien kommen.

Während fast die Hälfte der Inlandsflüge in den fünf Tagen ausfallen würden, seien Langstreckenflüge kaum betroffen, erklärte Iberia. Für rund 60.000 Passagiere seien Alternativ-Flüge gefunden worden, zum Teil auch bei Konkurrenz-Airlines.

Experten rechnen damit, dass die 15 Streiktage Iberia bis zu 100 Millionen Euro kosten können. Iberia machte in den ersten neun Monaten 2012 einen Verlust von 262 Millionen Euro.

  • 18.02.2013, 22:34 UhrFrancisco

    Guten Abend aus Madrid,

    Ich bitte die Aussagen in ihreen Artike, zu ueberarbeiten.

    Beim Zusammenschluss Iberia mit British A. war die Lage ganz anders, Iberia war sanierter als Britsh A. (diese hatten groesse Probleme mit Ihren "Alterszusagen" bzw Pensionszusagen, in Spanien sind solche hohen Pensionskosten nicht vorhanden).

    In den letzten monaten sind die besten Routen nach Sudamerika von Iberia gestrichen worden (an British Airways) abgetreten.

    Der gesamte Iberia Vorstand unterliegt der IAG Hauptverwaltung in LOnden, hier sind ohne weiteres sogenannte "Fuhrungskraefte" gekauft worden...

    Ich bitte "Handelsblatt" selber diese Sachlage zu recherchieren.

    Viele Gruesse aus Madrid.

    Francisco

  • 18.02.2013, 21:01 UhrBrasil

    Fuer das spanische Volk kann man Hoffnung haben, denn sie sind offensichtlich die Einzigen in ganz Europa, die ihren Politparasiten immer wieder einheizen!
    Macht weiter so und es wird gelingen!

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