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Fluggesellschaft: Grünes Licht für Lufthansa in Österreich

Immer wieder musste die Lufthansa wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken Zugeständnisse machen, nun gibt die EU-Kommission Grünes Licht: Die deutsche Airline darf die angeschlagene österreichische Fluglinie Austrian Airlines (AUA) übernehmen. Allerdings nur unter strengen Auflagen.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte der EU-Kommission Zugeständnisse machen müssen. Quelle: dpa
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte der EU-Kommission Zugeständnisse machen müssen. Quelle: dpa

HB BRÜSSEL. Die Deutsche Lufthansa nutzt die größte Luftfahrtkrise der Nachkriegsgeschichte für weitere Zukäufe. Nach Brussels Airlines darf die Kranich-Linie nun auch die österreichische Austrian Airlines (AUA) unter ihre Fittiche nehmen.

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Obwohl Lufthansa und die EU-Kommission bis zuletzt hart über Auflagen zur Vermeidung von Monopolen auf einzelnen Strecken gestritten hatten und Lufthansa sogar eine Fristverlängerung beantragen musste, gab die Europäische Kommission am Freitagabend doch noch informell grünes Licht für eine der größten Airline-Fusionen in Europa.

Für die Lufthansa hat die Übernahme viele Vorteile: So hat sie künftig mit Frankfurt, München, Zürich und Wien gleich vier Drehkreuze im deutschsprachigen Raum. Die AUA ergänzt das Streckennetz der Lufthansa vor allem nach Südosteuropa.

Ähnlich wie die ebenfalls übernommene Swiss soll aber auch die AUA eine eigene Marke bleiben. Schließlich hatte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, selbst ein gebürtiger Österreicher, immer wieder betont, dass er den globalen Luftfahrtkonzern gerne noch mit viel mehr Marken ausstatten würde.

Andererseits birgt das forsche Zukaufen der Lufthansa aber auch Gefahren. Zwar ist der Preis für die Komplettübernahme der AUA von bis zu 382 Mio. Euro zu einem großen Teil nur dann zu zahlen, wenn die erwarteten wirtschaftlichen Erfolge sich auch wirklich einstellen.

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