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Fluggesellschaften: Lufthansa macht Hoffnung

Heute hat das lange Übernahmedrama endlich ein Ende. Die Verträge wurden heute unterschrieben, die Deutsche Lufthansa übernimmt Austrian Airlines (AUA). Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht: Die Lufthansa zeigt sich im Hinblick auf Geschäftsreisende deutlich optimistischer als zuletzt.

Die Lufthansa macht die AUA-Übernahme perfekt. Quelle: dpa
Die Lufthansa macht die AUA-Übernahme perfekt. Quelle: dpa

FRANKFURT. Lufthansa sieht im wichtigen weil margenstarken Geschäftskunden-Segment die Talsohle erreicht, rechnet allerdings nicht mit einer raschen Erholung. "Wir können einen Aufschwung in diesem Bereich noch nicht sehen, aber wir sehen auch keinen weiteren Abschwung", sagte Stefan Lauer, Personalvorstand von Lufthansa und zuständig für die Integration der zugekauften Airlines, in Frankfurt.

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Eine Entspannung in diesem Marktsegment wäre wichtig. Netzwerk-Anbieter wie etwa Lufthansa, British Airways oder Air France-KLM verdienen ihr Geld fast ausschließlich im Premium-Geschäft, der ersten und der Business-Klasse. In der Economy-Klasse werden in der Regel noch nicht einmal die Deckungskosten eingeflogen. Wegen der massiven Wirtschaftskrise haben aber viele Unternehmen ihre Reisepolitik geändert und ihre Manager in die Eco-Klasse geschickt. Nach Angaben der Weltluftfahrtorganisation IATA sank die Zahl der Premiumkunden alleine im Juni um 21 Prozent, ein Rückgang, der dreimal so stark ist wie der in der Eco-Klasse.

Die Premiumkunden steuern etwa bei Lufthansa auf der Langstrecke in normalen Zeiten deutlich über 50 Prozent zum Umsatz bei. Doch das ist nach Angaben des Lufthansa-Management längst nicht mehr der Fall. So ist der Anteil der Gäste in der First- und Business-Klasse im ersten Halbjahr von 20,6 Prozent auf 17,3 Prozent abgerutscht.

Die Folge ist ein in den Augen von Finanzchef Stephan Gemkow "dramatischer Rückgang" der Durchschnittserlöse. Bereits im ersten Quartal sind die Erlöse um 19 Prozent gefallen, im zweiten erneut um 24 Prozent.

Lauer zeigte sich skeptisch, ob die Nachfrage jemals wieder das alte Niveau erreichen wird. "Jede Krise ist Auslöser struktureller Veränderungen. Es geht bei den für uns wichtigen Corporate-Accounts dieses Mal um mehr als nur um die Kürzung des Budgets", sagte der Personalchef. Die Unternehmen würden ihre Reise-Politik grundsätzlich verändern.

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