
Berlin/SchönefeldDer Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 für den künftigen Berliner Großflughafen muss nach Aussage des Aufsichtsrates nicht erneut verschoben werden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats: „Wir sind im Zeitplan.“ Zudem bleibt der umstrittene Flughafenchef Rainer Schwarz trotz des Airportdebakels im Amt.
Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft unter dem Vorsitzenden Wowereit beschloss jedoch, die Rolle von Schwarz bei dem Termindebakel aufklären zu lassen. Dazu sollen eine Anwaltskanzlei und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Haftungsfragen klären, sagte Wowereit. Die Ergebnisse sollen bis zum ersten Quartal 2013 vorliegen. Die Prüfung der Haftung beziehe sich auf die gesamte Geschäftsführung und auch auf den Aufsichtsrat, ergänzte ein Flughafensprecher.
Gründung der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF). Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg.
Beginn der Planungen für den Flughafen mit dem Projektnamen Berlin Brandenburg International, BBI.
Der Ausbau des Flughafens Schönefeld sowie die Schließung der Flughäfen Tegel und Tempelhof werden beschlossen.
Das Genehmigungsverfahren für den BBI wird mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängt im Eilverfahren einen weitgehenden Baustopp. Bis zum Urteil sind nur Bauvorbereitungen gestattet.
Das Gericht genehmigt in letzter Instanz den Bau des BBI unter verschärften Lärmschutzauflagen.
Erster Spatenstich für das Flughafen-Terminal.
Nach 85 Jahren schließt der Flughafen Tempelhof.
Das Brandenburger Verkehrsministerium erlässt eine neue Nachtflugregelung: Keine Starts und Landungen von Mitternacht bis 5.00 Uhr, Ausnahme Post- und Regierungsmaschinen, Notfälle. In den Randzeiten davor und danach ist die Zahl begrenzt.
Unter anderem wegen der Pleite einer Planungsfirma wird die Eröffnung von November 2011 auf den 3. Juni 2012 verschoben.
Die Deutsche Flugsicherung legt einen ersten Flugrouten-Vorschlag vor. Tausende Betroffene gehen dagegen auf die Straße. Es gibt neue Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss.
Das Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für nächtliche Flüge in den Randzeiten. Der Airport kann ohne weitere Einschränkungen an den Start gehen.
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung legt die Flugrouten fest und folgt im wesentlichen einem Vorschlag der Fluglärmkommission aus Gemeinde- und Airline-Vertretern.
Vier Wochen vor dem Termin wird wegen Problemen mit der Brandschutzanlage die Eröffnung des Flughafens erneut abgesagt. Später wird Chef-Planer Manfred Körtgen entlassen.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg spricht den Anwohnern das Recht auf besseren Schallschutz zu.
Der Aufsichtsrat entscheidet, den neuen Starttermin 17. März erneut zu überprüfen und am 16. August darüber zu entscheiden.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weist die Klage von Anwohnern ab, das Genehmigungsverfahren für den neuen Hauptstadtflughafen neu aufzurollen. Jetzt steht der Eröffnung des Airports zumindest juristisch nichts mehr im Weg.
Sitzung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft. Der Aufsichtsrat lässt den Eröffnungstermin weiter offen. Damit sind auch die Mehrkosten und deren Finanzierung noch nicht abschließend geklärt. Fest steht, dass Bund und Länder Gelder zuschießen müssen. Beim Schallschutz für Anwohner wird nachgebessert.
Der Aufsichtsrat legt als Eröffnungstermin den 27. Oktober 2013 fest.
Sonderermittler aus dem Bundesverkehrsministerium hatten Schwarz vorgeworfen, den Aufsichtsrat im Frühjahr zu spät über die unvermeidliche Absage der Flughafeneröffnung informiert zu haben. In den vergangenen Wochen gab es daher Spekulationen um eine mögliche Entlassung von Schwarz. Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg hatten zuletzt aber signalisiert, Schwarz zu halten. Gesellschafter des Flughafens sind der Bund, Berlin und Brandenburg.
Der Eröffnungstermin wurde bereits dreimal verschoben. Als problematisch erweist sich nach wie vor die Brandschutzanlage, an der bereits der Eröffnungstermin 3. Juni gescheitert war.
Der seit drei Monaten amtierende Technikchef Horst Amann sagte nun, bei der Fertigstellung der Entrauchungsanlage im Terminal sei man „im grünen Bereich“. Es gehe nur um einen „geringfügigen Umbau“. Mitte November werde es mit den Bauarbeiten wieder „richtig losgehen“. Nach dem Zeitplan müssen die Bauarbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein, damit dann ein fünfmonatiger Probebetrieb beginnen kann.
Amann sagte, auch die Neuvergabe von Aufträgen für die Bauüberwachung werde „den Zeitplan nicht in Verzug bringen“. Die Fristen für entsprechenden Ausschreibungen seien kurz. Es gehe vor allem um eine Verstärkung der Überwachungsteams.

Von den 3en übernimmt offensichtlich keiner Verantwortung und einer schützt den anderen, wie immer. Bei rechtzeitigem Fertigwerden hätten ja auch alle mit Champagner angestoßen, aber hier beim Schiefgehen will es keiner gewesen sein, wie immer.

Klar, wer Euch hinters Licht geführt hat war der im Süden mit grosser Mehrheit gewählte Eberhard Diepgen, der Schönefeld durchdrückte obwohl Sperenberg die
klar bessere Option gewesen wäre. Hätte man sich für den ehemaligen russischen Militärflughafen entschieden hätte Berlin seit zig Jahren einen grossen Flughafen, der eventuell sogar die Nummer zwei der deutschen Drehkreuze hätte werden können und dies bei 24h Betrieb. Er hat Euch hinters Licht geführt und niemand anderes.

Der Flughafenbau war zu jedem Zeitpunkt im Plan. Das Problem war, dass der Plan nicht nah genug an den Notwendigkeiten eines solchesn Pojekts war.
Jetzt gibt es einen neuen Plan, der ein paar blinde Flecken ausmerzt und andere weiterhin offen lässt. Der Termin ist einfach nur so gewählt, dass man das bis dahin prinzipiell in den Griff bekommen können müsste. Eine echte Projektplanung findet doch gar nicht statt.
Insofern braucht der Aufsichtsrat erst gar nicht zu tagen. Das abgegebene Statement ist komplett beliebig. Lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass das Ding mit anderthalb Jahren Verspätung fertig wird, ist größer als die, dass es pünktlich hätte fertig werden können.
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