BerlinAuch wenn das Geld knapp wird, gehen die Deutschen gerne auf Dschungelfloßfahrt oder auf einen Flug mit dem Jungfrau-Gletscherflieger. Darum klingeln in den Freizeitparks auch in Krisenzeiten die Kassen. „Unser Geschäft ist eher vom Wetter abhängig“, betont Ulrich Müller-Oltay, Geschäftsführer des Verbands deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU). Wer angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage aufs Geld achten muss, verzichte auf den Urlaub im Ausland und fahre stattdessen in einen Vergnügungspark. „Die Menschen tauchen gern für kurze Zeit in eine andere Welt ab.“
Um für ihr Publikum attraktiv zu bleiben, müssen die Betreiber ständig investieren. In Europa werden die Betreiber in diesem Jahr wohl mehr als 400 Millionen Euro für neue Anlagen und Attraktionen ausgeben. Nach Angaben des Weltverbandes IAAPA investieren nicht nur die Branchenriesen wie das Disneyland Resort bei Paris oder das Gardaland bei Verona. Auch kleinere Anlagen im Familienbesitz lassen sich Neuheiten ständig etwas kosten. „Das ist angesichts des Wettbewerbs untereinander und zu anderen Freizeitaktivitäten wie Kino oder Sport notwendig“, betont Müller-Oltay. Allein im Europa-Park in Rust seien in diesem Jahr rund 60 Millionen Euro für ein neues Hotel und eine spektakuläre Holzachterbahn ausgegeben worden.
Thorpe Park, Großbritannien - 1,90 Millionen Besucher
Legoland Windsor, Großbritannien - 1,90 Millionen Besucher
Alton Towers, Großbritannien - 2,60 Millionen Besucher
Gardaland, Italien - 2,85 Millionen Euro
Liseberg, Schweden - 2,90 Millionen Besucher
Portaventura, Spanien - 3,52 Millionen Besucher
Tivoli Gardens, Dänemark - 3,96 Millionen Besucher
De Efteling, Niederlande - 4,13 Millionen Besucher
Europa-Park, Deutschland - 4,5 Millionen Besucher
Disneyland, Frankreich + Walt Disney Studios, Frankreich (zusammen 15,7 Millionen Besucher)
In Deutschland locken die Parks jährlich rund 32 Millionen Besucher an, europaweit sind es mehr als 145 Millionen Menschen. Die Anlagen in ganz Europa setzen jedes Jahr etwa 8,6 Milliarden Euro um und beschäftigten rund 50 000 Menschen. Die Parks in Deutschland zählen etwa 20 000 Mitarbeiter. Als eine der größten Einrichtungen gilt der Europa-Park Rust in Baden-Württemberg mit rund 4,5 Millionen Besuchern im Jahr. Zu den bedeutenden Anlagen zählen außerdem das Phantasialand zwischen Köln und Bonn, der Heidepark Soltau, der Hansapark Sierksdorf in Schleswig-Holstein und der Movie Park bei Bottrop-Kirchhellen in Nordrhein-Westfalen.
Mehr als 70 Freizeitparks und Indoor-Einrichtungen gibt es derzeit in Deutschland, europaweit sind es etwa 300. Auf dem größten Treffen der Branche in Berlin, das vom Weltverband der Freizeitparks IAAPA organisiert wird, ist die Stimmung prächtig. Mehr als 360 Unternehmen aus 80 Ländern und rund 8000 Fachbesucher von Freizeit- und Wasserparks, Zoos, Casinos, Aquarien und Resorts legen hier fest, wie sich die Welt in Zukunft amüsieren soll. Nur unterhaltsam ist das Treffen aber nicht: Besonders die Diskussion um einheitliche Sicherheitsstandards flammt immer wieder auf.
Auch gegen schlechtes Wetter versuchen sich die Betreiber zu wappnen. So entstehen im Umfeld der Parks immer mehr Hotels, die auch mit Kongressen oder Tagungen Publikum anlocken. Zudem werde in Indoor-Einrichtungen investiert. Klassisches Zielpublikum der Freizeitparks sind Familien mit Kindern. Die Branche hat aber auch den demografischen Wandel im Blick. „Da gibt es immer mehr Angebote für Ältere“, sagt Müller-Oltay. Für diese Zielgruppe seien auch die zahlreichen Parklandschaften und Shows attraktiv.

Sie selber sind Teil des Problems, weil sie Mythen streuen.
Wenn Sie mit einem Messer attackiert worden sind und der Polizei beharrlich weismachen wollen, der Angreifer habe Sie mit einem Revolver bedroht, würde die den Messermann, obwohl festgesetzt, wieder freilassen, weil ihm nichts nachzuweisen ist.

In Zeiten wie diesen müssen Vergnügungsparks Hochkunjunktur haben.
Die Leute entfliehen der Realität.
Laut Statistik werden in unsicheren Zeiten auch vermehrt Heimat- und Familienfilme ausgeliehen.
Die Sehnsucht nach dem Traditionellen und Bodenständigen, der Wunsch nach Beständigkeit und Sicherheit, was unsere linksliberalen und weltfremden Tölpel ja nur allzu gerne als dumpfen Nationalismus abtun.
[...].
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++ Bitte bleiben Sie sachlich.
2 Kommentare
Alle Kommentare lesen