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03.01.2006 

Einfacher werden die Verhandlungen im nächsten Monat nun auch nicht. Nur der Zeitdruck steigt. Die Swiss muss weiter sparen, um die Vorgaben der Lufthansa zu erreichen. Die Schweizer schrieben unterm Strich mit einem Nettoverlust von 81 Mill. Schweizer Franken in den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres erneut rote Zahlen. Die Restrukturierung und ungünstige Währungseffekte haben den Abschluss belastet. Zwar ist das operative Betriebsergebnis inzwischen positiv und der Konzern hat seine Kosten im Vorjahresvergleich deutlich gesenkt. Aber die „Kostenposition ist im Wettbewerbsvergleich nach wie vor zu hoch“, wie Konzernchef Christoph Franz in Verhandlungen mit Personalvertretern immer wieder klar macht. So sind die Kosten pro angebotenem Kilometer und Sitz in den ersten drei Quartalen gegenüber der Vorjahresperiode um 4,1 Prozent gestiegen, wozu vor allem die hohen Treibstoffpreise beigetragen haben.Diese Kosten, so stellt die Unternehmensleitung fest, müssen vor dem Hintergrund bestehender Verluste, der Konkurrenz durch Billiganbieter und der schwer kalkulierbaren Situation am Markt für Flugtreibstoff weiter gesenkt werden.

Die Swiss steuert dagegen, indem sie weiter schrumpft. Zu Beginn des Winterflugplans operierte die Fluggesellschaft mir elf Flugzeugen weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Vollzeitstellen sank um knapp 1 000 auf 6 321. Ihren Piloten zahlt die Swiss dabei Abfindungen von umgerechnet bis zu 100 000 Euro und versucht, ihnen den Weg zu anderen Arbeitgebern zu ebnen. So sind beispielsweise bislang 39 ehemalige Swisspiloten inzwischen bei China Airlines gelandet, die ihre Flotte in Asien massiv ausbaut. Für die Regionalpiloten bedeutet das in der Regel einen Karrieresprung, weil sie nach einer entsprechenden Fortbildung die größeren Boeing- und Airsbusmaschinen fliegen dürfen.

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