Ein Zusammengehen der beiden Institute GfK
und TNS
würde würde den weltweit zweitgrößten Marktführer hervorbringen. Doch die Fusion steht auf der Kippe: Im GfK
-Verein regt sich laut Medienberichten Widerstand.
HB FRANKFURT/MAIN. Die Fusion des Nürnberger Marktforschers GfK
mit dem Konkurrenten Taylor Nelson Sofres (TNS)
steht einem Bericht zufolge auf der Kippe. Wie das Votum der Mitglieder des GfK
-Vereins ausfallen werde, sei derzeit unsicher, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf den Geschäftsführer des Vereins, Raimund Wildner. "Derzeit ist die Stimmung gespalten", wurde Wildner zitiert. Es sei unklar, wie die Abstimmung am 21. Juli ausgehen werde.
Der GfK
-Verein besitzt dem Bericht zufolge mehr als die Hälfte der Anteile an der GfK
AG. Zu den Vereinsmitgliedern gehören die Stadt Nürnberg und das Land Bayern, die sich schon gegen den Zusammenschluss ausgesprochen haben, sowie viele namhafte deutsche Unternehmen. Auch unter ihnen sei die Fusion umstritten, sagte Wildner: "Die großen Unternehmen profitieren davon, wenn die GfK
größer und internationaler wird." Kleine Firmen fragten aber, was ihnen das bringe.
Der Verwaltungsrat des Vereins hatte sich am Donnerstagabend für die Fusion ausgesprochen. Er hatte aber angekündigt, dass die Abstimmung seiner Mitglieder für ihn wichtig sei. "Wenn die Mitglieder Nein sagen, wird es keine Fusion geben", wurde Wildner zitiert.
Durch den Zusammenschluss von GfK
und TNS
entstünde der weltweit zweitgrößte Marktforscher. Hauptsitz wäre London. Zusammen erwirtschafteten die Unternehmen im vergangenen Jahr 2,7 Mrd. Euro Umsatz und 319 Mill. Euro Betriebsgewinn.

