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Fußballgeschäft: Intersport peilt Milliardenumsatz an

Der Handelsring Intersport rechnet nach einem guten EM-Geschäft in diesem Jahr mit kräftigen Verkaufszahlen in der Fußballsparte. Von der schlechten Wirtschaftslage ist selbst bei griechischen Händlern nichts zu spüren.

Fußballtrikots mit deutschem und italienischem Aufdruck in einem Chemnitzer Sportartikelgeschäft. Quelle: dpa
Fußballtrikots mit deutschem und italienischem Aufdruck in einem Chemnitzer Sportartikelgeschäft. Quelle: dpa

MünchenDer Händlerverbund Intersport International steckt sich nach Absatzerfolgen bei der vergangenen Europameisterschaft neue Ziele für sein Fußballgeschäft. „Es muss unser Ziel sein, bei der Weltmeisterschaft in Brasilien die Milliarde zu überschreiten“, sagte Intersport-International-Chef Franz Julen am Montagabend im Münchner Club Wirtschaftspresse. Im laufenden Jahr erwartet der Schweizer im Fußballgeschäft einen Umsatz von gut 900 Millionen Euro bei Gesamteinnahmen von gut zehn Milliarden Euro.

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Die Partnerschaft mit dem europäischen Fußball-Verband UEFA habe sich ausgezahlt. Fast 1000 Intersport-Händler hätten vor und während des Turniers exklusive UEFA-Ecken in ihren Läden eingerichtet. Zusammen mit dem Sportartikel-Hersteller Adidas ist der Handelsring exklusiver Partner des Verbands bis 2018. Die Lizenzgebühren, die die UEFA von der Handelsorganisation verlange, seien preislich in Ordnung. „Der gesamte UEFA-Deal ist absolut realistisch“, sagte Julen. Derzeit liefen auch Verhandlungen mit dem Weltverband FIFA über eine ähnliche Verbindung.

Mit Fußballartikeln erwirtschaftet Intersport International in 40 Ländern und 5200 Geschäften knapp ein Zehntel seiner Einnahmen. Von Konjunkturschwankungen sei der Verbund kaum betroffen, selbst im krisengeplagten Griechenland seien die Umsätze zuletzt gestiegen. „Wir spüren das Wetter viel mehr als die Wirtschaftslage“, sagte der Manager. Die Verkäufe direkt im Stadion und in den Fanzonen hätten sich zu einer wichtigen Umsatzquelle entwickelt. Das Wachstum im Fußballgeschäft bleibe ungebrochen. „Der Hype ist weiterhin voll da und wird anhalten“, erklärte er.

Zur EM hätten die Intersport-Händler allein 250.000 Trikots der deutschen Nationalelf verkauft. Fußball zählt neben Outdoor-Bekleidung, Laufausrüstung und Wintersportartikeln zu den wichtigsten Umsatzbringern für den Verbund, allerdings ist er nicht das renditestärkste Segment. „Es gibt einträglichere Geschäfte“, räumte Julen ein.

Sportartikelhersteller

Durch die Expansion in den Mittleren Osten und nach Asien würden sich die Umsatzanteile von Intersport International künftig leicht verschieben. Derzeit stammten 85 Prozent der Einnahmen aus Westeuropa, mit Deutschland als größtem Absatzmarkt. „Unser Ziel in Asien sind bis 2020 rund 500 Geschäfte mit einer Milliarde Dollar Umsatz“, sagte Julen. Der Umsatzanteil aus dem Osten solle dann etwa ein Viertel betragen.

Die Intersport-Händler sehen sich allerdings auf ihren europäischen Märkten mit neuer Trends aus China konfrontiert. Über eine Partnerschaft mit der finnischen Luhta dränge mit Li Ning der erste Sportartikelhersteller aus dem Reich der Mitte in die alte Welt. Zudem seien Discount-Händler wie die französische Decathlon auf dem Vormarsch. Intersport werde klassische Fachhandelstugenden wie Beratung und Service in den Vordergrund stellen, um im Konkurrenzkampf mit Billiganbietern zu bestehen. Allerdings müsse das Angebot im Einstiegsbereich konkurrenzfähig bleiben. „Wir brauchen schon auch Knaller zum Saisonauftakt. Intersport darf nicht in Schönheit sterben“, sagte Julen.

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