Tiefensee kündigte an, in nächster Zeit ein Gespräch mit Mehdorn und Schell zu führen. Einen Termin nannte er nicht. Der SPD-Politiker warnte vor einem unbefristeten Arbeitskampf: „Der volkswirtschaftliche Schaden wäre enorm.“
Der Deutsche Beamtenbund, in dem die GDL organisiert ist, machte Mehdorn für das Scheitern verantwortlich. „Ich habe das Gefühl, dass die Verhandlungen nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu einem Ergebnis gebracht werden sollen“, sagte DBB-Chef Peter Heesen der „Saarbrücker Zeitung“.
Suckale rief die GDL zu einem Schlichtungsverfahren auf, wie es normalerweise bei Tarifauseinandersetzungen üblich sei. Daran sollten sich alle Gewerkschaften beteiligen. Ein entsprechendes Abkommen zwischen Bahn und GDL gebe es allerdings nicht mehr.
Schell lehnte dies umgehend ab. „Im Augenblick sehen wir keinen Anlass dazu, in ein Schlichtungsverfahren einzutreten“, sagte der GDL-Chef. „Das bringt uns in der Sache nicht weiter.“ Man sei auf dem Verhandlungsweg seit neun Monaten „noch kein Jota weitergekommen“, kritisierte er.
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