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20.07.2006 

Die GfK übernimmt Firmen im Ausland in der Regel zunächst nicht komplett, sondern beteiligt auch das eingesessene Management. Damit stellt die Firma sicher, dass die führenden Köpfe an Bord bleiben. „Wir kaufen lokale Kenntnisse und Kundenbeziehungen“, sagt Wübbenhorst. Die Unternehmen werden allerdings zügig in die Abläufe der GfK integriert, um einheitliche Daten zu bekommen. Nach einigen Jahren versucht die GfK dann, alle Anteile zu kaufen.

Kenner der Branche sehen in diesem Ansatz einen Schlüssel für den Erfolg der GfK. Denn Analysten haben immer wieder davor gewarnt, die Franken könnten den Überblick über ihre vielen Unternehmen verlieren. Das ist jedoch nicht passiert. Im Gegenteil, jetzt zahlt sich das weltweite Netz aus und bietet Potenzial für die Zukunft. Deshalb empfiehlt auch der größte Teil der die GfK beobachtenden Analysten, die im S-Dax notierte Aktie zu kaufen.

In diesem Jahr wird die GfK allerdings nur noch kleinere Firmen übernehmen. Denn erst muss die NOP-Übernahme verdaut werden. „Irgendwann kann auch wieder ein mittelgroßer oder großer Brocken dabei sein,“ sagt Firmenchef Wübbenhorst.

Langfristiges Ziel ist ein Umsatz von 1,5 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr bekräftigte Wübbenhorst seine Prognose eines Umsatzes von 1,1 Mrd. Euro und einer Marge – der Umsatz im Verhältnis zum Betriebsgewinn – von mindestens 13 Prozent. Wie schnell die GfK gewachsen ist, zeigt der Vergleich mit dem Jahr des Börsengangs: 1999 lag der Umsatz noch bei 375 Mill. Euro.

Die GfK analysiert weltweit, wie sich die Menschen verhalten. Dabei messen die Franken den Handy-Absatz in China genauso wie die Einschaltquoten der TV-Sender in Deutschland. 80 Prozent der 7 600 Mitarbeiter des Unternehmens arbeiten im Ausland.

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