Seit die Fusionspläne bekannt geworden sind, haben sich die Aktienkurse von GfK
und TNS sehr unterschiedlich entwickelt. Die TNS-Aktie legte rund ein Viertel zu. Die im MDax notierten GfK
-Papiere hingegen hinken deutlich hinterher.
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Weil die TNS-Aktien breit gestreut sind, gilt das Unternehmen als Übernahmekandidat. Nicht so die GfK
. Knapp 58 Prozent der Anteile hält der GfK
-Verein. Ein Kauf ohne die Zustimmung des gemeinnützigen Clubs ist also unmöglich.
Das kräftige Kursplus von TNS erschwert die Fusion ohnehin. Denn beide Seiten hatten einen Zusammenschluss unter Gleichen vereinbart. Am Donnerstag war TNS an der Börse aber rund eine Mrd. Pfund wert, umgerechnet 1,25 Mrd. Euro. Die GfK
kommt lediglich auf eine Mrd. Euro.
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ist für den Zusammenschluss. "Allerdings brauchen wir noch mehr Details", sagte SdK-Sprecher Benjamin Bühler. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hingegen fürchtet um den Standort Nürnberg, die Rechte der Mitarbeiter und der Aktionäre.

