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Großes Interesse des Auslands: Ernst & Young erwartet mehr Übernahmen

Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young beobachtet ein stark wachsendes Interesse ausländischer Investoren an Deutschland. "Es wird gekauft ohne Ende", sagte der stellvertretende Vorstandschef Christoph Groß bei der Vorlage der Jahreszahlen.

STUTTGART. Im Ausland würden die Chancen in Deutschland offensichtlich optimistischer beurteilt als in Deutschland selbst. Und: "Die Investitionen werden immer größer." Dass sich die Beteiligungsfirmen immer häufiger zu Pools zusammenschlössen, ermögliche zunehmend größere Transaktionen. Groß rechnet künftig mit Übernahmevolumen im niedrigen zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich.

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Einen Kauf von Daimler-Chrysler durch Finanzinvestoren hält Groß aber nach wie vor für unwahrscheinlich: "Dagegen sprechen die hohe Abfindung der Altaktionäre und die öffentlichen Widerstände, die eine Übernahme mit sich brächte." Angriffe von Hedge-Fonds, die darauf abzielen, mit Beteiligungen zwischen 10 und 15 Prozent Einfluss bei Daimler-Chrysler zu erlangen, hält Groß dagegen durchaus für möglich. In den vergangenen Monaten kam wiederholt die Frage auf, ob Daimler-Chrysler nach dem Rückzug des Großaktionärs Deutsche Bank zum Übernahmekandidaten würde. Daimler-Chrysler ist derzeit an der Börse über 43 Mrd. Euro wert.

Die Beratung bei Fusionen und Übernahmen trägt bereits rund ein Sechstel zum Umsatz der Ernst-&-Young-Gruppe bei. Im Geschäftsjahr 2004/05 (30.6.) setzte dieser Bereich 157 Mill. Euro um, 16,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Stammgeschäft Wirtschaftsprüfung wuchs um 10,6 Prozent auf 362 Mill. Euro. Steuer- und Rechtsberatung kamen mit einem leichten Plus auf 362 Mill. Euro. Insgesamt wuchs das Unternehmen 2004/05 um knapp zehn Prozent auf 948 Mill. Euro.

Ernst & Young festigte damit seinen dritten Platz in Deutschland hinter PWC und KPMG. Das Stuttgarter Beratungsunternehmen mit seinen 6 160 Mitarbeitern gehört zum Wirtschaftsprüfer-Netz Ernst & Young Global, das weltweit mit 106 000 Beschäftigten 17 Mrd. Dollar umsetzt.

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