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Groupon: Rabattportal macht nur operativ Gewinn

Unterm Strich hat das Rabattportal Groupon im ersten Quartal einen Verlust von 9,8 Millionen Dollar geschrieben. Doch das operative Ergebnis war erstmals positiv - und so soll es bei dem Börsenneuling auch weitergehen.

Auf seiner Webseite bietet Groupon Rabattgutscheine von Einzelhändlern und Dienstleistern an. Quelle: dapd
Auf seiner Webseite bietet Groupon Rabattgutscheine von Einzelhändlern und Dienstleistern an. Quelle: dapd

New YorkAnfang November war der Gutschein-Vermittler Groupon an die Börse gegangen - umrankt von Diskussion, ob das Geschäftsmodell tragfähig ist. Das Internetangebot ist Anlaufstation für Rabattsucher und streicht von den Partnerunternehmen für die vermittelten Kunden Provisionen ein. Zweifel gibt es, ob sich Unternehmen auch langfristig für diese Vermittlungsrolle begeistern können. Denn sie gewähren den Kunden Rabatt und zahlen eine Gebühr an Groupon. Das lohnt sich nur, wenn nachhaltig mehr Käufer in die Geschäfte gelockt werden, die dann auch mal zu regulären Preisen einkaufen.

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Bislang schreibt das US-Internetunternehmen mit seinem Geschäft rote Zahlen, im vierten Quartal 2011 nach Steuern immerhin 9,8 Millionen Dollar (7,4 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 506 Millionen Dollar (384 Millionen Euro). Doch das operative Ergebnis, das etwa Steuern und andere Faktoren unberücksichtigt lässt, lag erstmals in der Firmengeschichte mit 15 Millionen Dollar (11,4 Millionen Euro) im positiven Bereich.

Auch im kommenden Quartal soll das operative Ergebnis mindestens das gleiche Niveau erreichen. Gleichzeitig will das Unternehmen die Ausgaben für Marketing deutlich zurückfahren. Zwar ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 33 Millionen gestiegen und ist damit um ein Fünftel gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Doch die Marketingausgaben erwiesen sich als teilweise nicht effizient.

Die Aktie fiel im späten New Yorker Handel, nachdem sie den Tag über leicht auf 24,58 Dollar zugelegt hatte. Gegenüber dem Börsendebüt Anfang November liegt die Aktie 23 Prozent im Plus. Das Papier hat aber in den drei Monaten seit der Erstnotiz eine rasante Achterbahnfahrt hingelegt. Im Gesamtjahr 2011 lag der Groupon-Umsatz bei 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro), der Verlust bei 262 Millionen Dollar (199 Millionen Euro). Zum Vergleich: Das soziale Netzwerk Facebook hatte in seinem Emissionsprospekt über einen Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar (2,81 Milliarden Euro) und einen Gewinn von eine Milliarde Dollar (760 Millionen Euro) berichtet.

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