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Handelskette : Douglas verzeichnet deutlichen Verlust

Bitterer Abschied von der Börse: Der Handelskonzern Douglas ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Der neue Mehrheitseigentümer Advent will das Unternehmen nun umbauen – ohne den Druck der ungeduldigen Aktionäre.

In den Parfümerien des Douglas-Konzerns läuft das Geschäft gut, doch die Buchsparte macht hohe Verluste. Quelle: dpa
In den Parfümerien des Douglas-Konzerns läuft das Geschäft gut, doch die Buchsparte macht hohe Verluste. Quelle: dpa

DüsseldorfMit tiefroten Zahlen verabschiedet sich der Handelskonzern Douglas von der Börse. Im vergangenen Geschäftsjahr sei ein Verlust von 109,9 Millionen Euro aufgelaufen, teilte der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mit – vor allem der Umbau der kriselnden Buchtochter Thalia trübte die Bilanz. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 87 Millionen Euro gemacht. Das Unternehmen streicht deswegen die Dividende von zuletzt 1,10 Euro.

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Die sanierungsbedürftige Buchtochter Thalia leidet unter dem Boom des Online-Handels und der wachsenden Bedeutung von E-Books. Das machte hohe Wertberichtigungen notwendig. Außerdem belasteten Restrukturierungsaufwendungen und sinkende Umsätze das Ergebnis der Buchsparte. Der Umsatz schrumpfte um 2,1 Prozent auf 915 Millionen Euro. Dagegen legten die Christ-Schmuckläden um 9,6 Prozent auf 373 Millionen Euro zu. Auch in den Douglas-Parfümerien klingelten die Kassen kräftig. Insgesamt stieg der Umsatz leicht um 1,7 Prozent auf gut 3,4 Milliarden Euro.

Wo die Deutschen am liebsten shoppen

  • Kudamm

    Berlin hat zwar neben München die meisten Spitzenlagen insgesamt, kommt aber in der Top Ten der erfolgreichsten Einkaufsmeilen nicht vor. Der innerstädtische Konkurrenzkampf ist wahrscheinlich zu groß: Neben dem Kudamm zählen Tauentzienstraße, Alexanderplatz, Wilmersdorfer Straße und Friedrichstraße zu den „Hochfrequenz"-Einkaufsmeilen. Das bedeutet mehr als 5000 Menschen laufen hier pro Stunde entlang.

  • Das Segment der Luxusstraßen führt die Düsseldorfer Königsallee (5.935) unangefochten an, liegt im Gesamtranking aber auf Platz 33. Nach ihr kommt mit einigem Abstand erst der Neue Wall in Hamburg (2.835) und dann auf Platz 3 die Stuttgarter Stiftstraße (2.310). Darauf folgen die Münchner Maximilianstraße (1.800) und die Goethestraße in Frankfurt (1.520).

  • Neuhauser Straße

    Platz 10: Die Neuhauser Straße ist nicht mehr Münchens meistbesuchte Straße. Waren es 2011 noch 13.515 Passanten, die pro Stunde hier entlang liefen, sind es inzwischen 9275 Fußgänger.

  • Ludgeristraße

    Platz 9: Die Ludgeristraße in Münster ist seit 1969 reine Fußgängerzone. Sie beginnt am südlichen Ende des Prinzipalmarktes, und verläuft an den Münster Arkaden vorbei, hin zum Ludgeriplatz. 2008 hatte die Straße erstmals den Sprung in die Gruppe der zehn erfolgreichsten Einkaufsmeilen geschafft und war direkt auf Platz 4 gelandet. Insgesamt 9420 Passanten wurden hier pro Stunde gezählt.

  • Westenhellweg

    Platz 8: Der Westenhellweg ist Dortmunds größte Einkaufsstraße. Die Fluglinie Easyjet warb im Ausland mit der „Prachtstraße", um Flüge in die westfälische Stadt an den Mann zu bringen. Der Verlauf der Straße hat eine lange Geschichte: Es handelt sich um einen mittelalterlichen Heer- und Handelsstraße, die schon Karl der Große genutzt haben soll.

  • Spitaler Straße

    Platz 7: Auf der Spitaler Straße in Hamburg wurden 9840 Passanten pro Stunde gezählt.

  • Flinger Straße

    Platz 6: Die Flinger Straße in Düsseldorfs Altstadt schafft es zum ersten Mal nach weiter vorn im Ranking: Mit 10.150 Passanten springt sie von Platz 29 nach vorn. Auf der bisher beliebtesten Einkaufsstraße der Stadt finden umfangreiche Bauarbeiten statt, daher rühre die Verschiebung der Verhältnisse begründen die Mache der Studie von Jones Lang LaSalle.

  • Mönckebergstraße

    Platz 5: Eine zweite Hamburger Einkaufsmeile, die es unter die ersten zehn geschafft hat, ist die Mönckebergstraße mit 10.380 Passanten pro Stunde. Sie wurde 1909 dem Verkehr übergeben und benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister der Hansestadt, Johann Georg Mönckeberg, der im Vorjahr der Einweihung gestorben war.

  • Königsstraße

    Platz 4: Die Königsstraße in Stuttgart misst immerhin 1,2 Kilometer. Sie durchzieht die baden-württembergische Landeshauptstadt: Vom Hauptbahnhof führt sie am Schlossplatz, dem Kunstmuseum und einigen Landesministerien vorbei. 11.335 Passanten bewegen sich hier pro Stunde entlang.

  • Zeil

    Platz 3: Die Zeil in Frankfurt am Main. Die Einkaufsstraße in Deutschlands Finanzmetropole ist die am stärksten frequentierte Shopping-Meile in der Republik. In den 70er Jahren wurde aus der Zeil eine reine Fußgängerzone. Mit 500 Metern Länge gehört die Einkaufspassage in Frankfurt zum mittleren Schnitt. Jahresmiete pro Quadratmeter: 3.480 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 290 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 7,4 Prozent.

  • Schildergasse

    Platz 2: Schildergasse in Köln. Vor allem zur Weihnachtszeit drängen sich durch die schmale Einkaufspassage unglaubliche Menschmassen. Dann ist es kaum möglich von der einen Straßenseite zur anderen zu gelangen. Das kann in der vorweihnachtlichen Zeit gut und gerne mal eine kleine Ewigkeit dauern. Insgesamt ist die Schildergasse rund 500 Meter lang. Untersuchungen haben ergeben, dass in diesem Jahr durchschnittlich knapp 13.000 Besucher pro Stunde die Einkaufsstraße durchliefen.

  • Kaufingerstraße

    Platz 1: Kaufingerstraße in München. Die Kaufingerstraße ist das teuerste, was Deutschland zu bieten hat. 1239 wird die Straße erstmals erwähnt, als Zeuge tritt damals der Patrizier Chunradius Choufringer auf, der dann als Namensgeber diente. Jahresmiete pro Quadratmeter: 4.200 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 350 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 6,1 Prozent.

Der Start ins neue Geschäftsjahr war verhalten. Im wichtigen Weihnachtsquartal steigerte Douglas seine Umsätze nur leicht um 1,6 Prozent und verfehlte damit die eigenen Erwartungen. Trotzdem sprach Douglas-Chef Henning Kreke von einer „einigermaßen soliden Basis“ für die Zukunft.

Parfüm, Bücher, Pralinen Einblicke in das Douglas-Reich

  • Parfüm, Bücher, Pralinen: Einblicke in das Douglas-Reich
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Der Handelskonzern mit seinen Douglas-Parfümerien, Christ-Schmuckgeschäften, Hussel-Confiserien und Thalia-Buchhandlungen steht vor seinem Abschied von der Börse. Der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke wollen die verbliebenen Kleinaktionäre herausdrängen. Mit einem Übernahmeangebot haben sie bereits über 95 Prozent der Aktien eingesammelt.

Douglas-Holding

Aktionärsstruktur 2013

in Prozent


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Douglas schlage nun ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf, erklärte Douglas-Chef Kreke im nun vorgelegten Geschäftsbericht. Mit einer neuen und stabilen Eignerstruktur solle die Gruppe ihre Marktposition nun „ohne den Blick auf eine kurzfristige Quartalsdenke“ stärken.

Douglas-Konzern

Aktionärsstruktur 2012

in Prozent


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