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Handelskonzern: Metro kämpft mit Konsumflaute

Deutschlands größter Handelskonzern schreibt weiter rote Zahlen. Unterm Strich muss die Metro im zweiten Quartal einen Verlust ausweisen - besonders der Verkauf der britischen Großhandelssparte lastet auf der Bilanz.

Das Firmenlogo der Metro in Düsseldorf. Quelle: dapd
Das Firmenlogo der Metro in Düsseldorf. Quelle: dapd

DüsseldorfDer Handelsriese Metro stemmt sich gegen die Konsumflaute in Südeuropa. Eine Preisoffensive und florierende Geschäfte im deutschen Heimatmarkt und in Asien ließen im zweiten Quartal die Umsätze steigen - wie von Analysten erwartet. Die Kampfpreise lasten aber auf den Erträgen, Metro-Chef Olaf Koch will mit einem Sparprogramm gegensteuern.

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Im zweiten Halbjahr sollen die Gewinne steigen, kündigte Koch an. So will er seine Jahresprognose doch noch erreichen. Diese Ankündigung schickte Metro-Aktien auf einen seltenen Höhenflug - denn Investoren hatten gefürchtet, Koch könne seine Jahresziele angesichts der Konsumflaute in weiten Teilen Europas kippen.

Analyse Das sind Metros Stärken und Schwächen

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"Wir haben trotz Gegenwind Fahrt aufgenommen", bilanzierte Koch, dessen Konzern mit seinen Großmärkten oder der Elektroniktochter Media-Saturn auch in Euro-Krisenländern wie Italien, Spanien oder Griechenland vertreten ist. Die Verbraucher dort schnallen angesichts der rigiden Sparprogramme ihrer Regierungen die Gürtel enger.

"Das Konsumklima hat sich in Südeuropa verschlechtert", beklagte Koch - "aber trotzdem konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit ausbauen", betonte der Metro-Chef. In Italien und Spanien habe Metro sogar Marktanteile gewinnen können. Sparsame Konsumenten in beiden Ländern hatten dagegen dem französischen Metro-Konkurrenten Carrefour im Quartal ein Umsatzminus eingebrockt.

Dank Kochs Preisoffensive konnte Metro im zweiten Quartal bei einem Umsatzplus von 1,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro einen operativen Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren von 314 (Vorjahr: 306) Millionen Euro einfahren. Diese wichtige operative Ertragszahl fiel damit besser aus als von Analysten erwartet.

Doch bei den weiteren Gewinnziffern trübt sich das Bild - der von Koch betriebene Konzernumbau kostet. Unter anderem drückten Wertberichtigungen in Höhe von 172 Millionen Euro aus dem Verkauf des defizitären Großhandelsgeschäfts in Großbritannien das Ebit auf 70 (267) Millionen Euro.

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