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Hilton-Konzern will Waldorf Astoria eröffnen: Berlin hat mehr Hotelbetten als New York

Berlin hat schon heute mehr Hotelzimmer als New York. Im kommenden Jahr soll noch eine Luxusadresse hinzukommen. Der Hilton-Konzern will das ein Waldorf Astoria in Berlin eröffnen. Die Konkurrenz bleibt trotzdem entspannt.

von Eberhard Krummheuer
Das Hotel Adlon ist die aktuelle Nummer Eins in Berlin. Quelle: dpa
Das Hotel Adlon ist die aktuelle Nummer Eins in Berlin. Quelle: dpa

BerlinZwischen dem Bahnhof Zoo und der wegen Restaurierung derzeit völlig eingepackten Turmruine der Gedächtniskirche überragt ein 32 Stockwerke hoher Neubau das in die Jahre gekommene Gebäude-Ensemble im Herzen des ehemaligen Westberlins. Im nächsten Frühjahr, vermutlich werbewirksam zur Internationalen Tourismusbörse Anfang März, eröffnet dort eine gastliche Top-Adresse.

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Der Hilton-Konzern will dort das erste Luxushotel seiner Marke Waldorf Astoria in Europa betreiben - ein Haus, das an die Traditionen, Qualitäten und Standards der gleichnamigen, altehrwürdigen New Yorker Hotellegende in Manhattan an der Park Avenue anknüpfen soll.

In puncto Hotelzimmerzahl hat die deutsche Hauptstadt den Big Apple bereits überholt. Und mit über 20 Häusern ist vor allem das Topsegment der Herbergsbranche mehr als gut besetzt. Gleichwohl verlegen sich die Spitzenhoteliers nicht aufs Jammern, weil nun das Waldorf Astoria mit über 230 Luxuszimmern und Suiten den Wettlauf um die hochkarätige zahlungskräftige Kundschaft noch schneller macht.

Im Gegenteil. Fred Hürst, Chef des Grand Hyatt, etwa sagt: „Wir freuen uns über einen weiteren Player, der ganz oben im Markt mitspielt.“ Und Oliver Eller, Hausherr im Kempinski Adlon, der bisherigen Nummer eins in der Hotelszene, sieht die Neueröffnung der Amerikaner auch ganz sportlich: „Das wird bestimmt eine Bereicherung für den Berliner Hotelmarkt.“ Nicht verkneifen kann er sich einen kleinen Seitenhieb: Es werde schon schwierig sein, so ein Haus in den Markt zu bringen, „das auf Jahre in einer Großbaustelle liegt“.

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Zudem hat die neue Top-Adresse ein Umfeld, das in den letzten Jahren mehr und mehr heruntergekommen ist. Das weiß auch Friedrich Niemann, der das Waldorf Astoria als General Manager eröffnen soll: „Die City West ist ein dynamischer Standort, und wir gehen davon aus, dass sie sich verändern wird.“ Und dabei werde sein Haus der „Trendsetter“ sein, sagte Niemann selbstbewusst dem „Manager Magazin“.

An die Qualitäten glaubt auch Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbands IHA. Das neue Hotel bringe „sicherlich eine signifikante Aufwertung der etwas aus dem Rampenlicht gerückten City West mit sich“.

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