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Hochtief-Tochter: Leighton sammelt Gebote für Netz-Sparte

Hochtief will das Netzgeschäft seiner Tochter Leighton verkaufen. Bis zu 700 Millionen Euro könnten dabei rumkommen. Hochtief-Großaktionär ACS kann sich über jeden Euro freuen. Der Konzern hat immense Schulden angehäuft.

Ein Leighton-Arbeiter in einem im Bau befindlichen Bahnhof in Melbourne. Quelle: AFP
Ein Leighton-Arbeiter in einem im Bau befindlichen Bahnhof in Melbourne. Quelle: AFP

MelbourneDie australische Hochtief -Tochter Leighton kann mit mehreren Geboten für ihr zum Verkauf gestelltes Netzgeschäft rechnen. Der US-Finanzinvestor Providence Equity Partners wolle sich an der zweiten Bieterrunde beteiligen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Finanzkreisen.

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Analysten erwarten zudem ein Gebot der australischen TPG Telecom für das Netzgeschäft. TPG-Finanzchef Stephen Banfield hatte den Verkauf bereits als „interessanten Prozess“ bezeichnet. Leighton und Providence wollten sich nicht äußern. Die australische Hochtief-Tochter Leighton will mit dem Verkauf der nicht mehr zu ihrem Kerngeschäft zählenden Tochter ihre Schulden drücken. Analysten rechnen damit, dass die Transaktion bis zu 700 Millionen Euro einbringen könnte.

Baukonzerne

Die einstige Ertragsperle Leighton hatte Hochtief zuletzt nicht nur Freude bereitet. Verzögerungen bei zwei Großprojekten in Australien führten zu Abschreibungen. In den vergangenen Monaten hatte Leighton aber wieder in die Spur gefunden - und Hochtief im dritten Quartal 2012 wieder einen Gewinn geschrieben.

Das dürfte auch Hochtief-Großaktionär ACS freuen. Der spanische Baukonzern hatte seinen Griff um Hochtief gefestigt, der von ACS entsandte Manager Marcelino Fernandez Verdes rückte zum neuen Hochtief-Chef auf. Auf Unternehmensverkäufe von Beteiligungen könnte auch ACS setzen - die Spanier haben über neun Milliarden Euro Schulden angehäuft.

 

  • 12.12.2012, 13:39 UhrLeichnam

    Durch ACS wird Hochtief zu Grabe getragen.

    Genau wie der Euro Deutschland zu Grabe tragen wird.

    Spätestens am Grab wird man sich dann der falschen Denkweise bewusst, dass man nun nicht triumphieren kann, den mächtigen Geldonkel nun endlich losgeworden zu sein, sondern erkennt, dass mit dessen Niedergang auch der stetige Geldfluss zum versiegen gekommen ist.

    Der Reichtum ist weg, aber die Armut wird weiterleben.

    Traurig, aber wahr.

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