Die Lufthansa
hat ihr geplantes Gemeinschaftsunternehmen in Indien zur Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen mit der indischen GMR Group auf Eis gelegt. Begründung eines Sprechers von Lufthansa Technik: "Wir werden jetzt erst einmal die Ölpreisentwicklung anschauen und beobachten, wie sich der Markt in Indien weiter entwickelt."
Ein Lufthansa-Technik-Mitarbeiter am Flughafen München. Ein Gemeinschaftsunternehmen in Indien zur Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen ist auf die lange Bank geschoben. Foto: dpa
HB FRANKFURT. An den Plänen zum Ausbau der Triebwerks- und Geräteversorgung auf dem indischen Subkontinent halte Lufthansa
aber fest. In dem Geschäft verspreche sich das Unternehmen dort deutliches Wachstum.
Das geplante Joint Venture wäre nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag der erste internationale Wartungs- und Reparaturbetrieb in Indien gewesen. Lufthansa
wäre mit gut 75 Prozent Mehrheitseigentümer geworden. Vorgesehen war, dass Lufthansa
die Flugzeugwartung für die indischen Fluglinien Jet Airways und Kingfisher Airlines übernehmen sollte. Beide hatten aber Exklusivverträge verlangt. Lufthansa
wollte nach Angaben des Sprechers zunächst 20 Mill. Dollar in Hangar und Werkstätten investieren.
Die GMR Group ist ein Infrastruktur-Entwickler und Inhaber von Konzessionen für die Flughäfen Hyderabad und Neu-Delhi. Dort arbeitet die Gruppe dem Bericht zufolge mit dem Flughafenbetreiber Fraport
zusammen.

