Der Hotelbetreiber Marriott International
kämpft im zweiten Quartal wegen der US-Konjunkturflaute weiter mit sinkenden Gewinnen. Auch die Aussichten für das Gesamtjahr sind alles andere als rosig.
HB WASHINGTON. Der Überschuss fiel erneut um fast ein Viertel auf 157 Mill. Dollar (100 Mio Euro). Der Umsatz sei dagegen dank des internationalen Geschäfts um zwei Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar gestiegen, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Washington mit.
Marriott erwartet nun für das Gesamtjahr noch weniger Gewinn als bisher geplant. Der Konzern kürzte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose und rechnet jetzt je Aktie mit einem Gewinn von 1,77 bis 1,88 Dollar. Das sind 20 US-Cent weniger als zuletzt versprochen.
Die Gesellschaft verwaltet vor allem Hotels für andere und besitzt kaum mehr eigene Anlagen. Marriott gehört zu den weltweit größten Anbietern. Mittlerweile managt das Unternehmen rund 3000 Hotels und Appartements mit fast 545 000 Zimmern. Allein in dem zum 13. Juni beendeten zweiten Geschäftsquartal kamen 61 Häuser mit fast 9500 Zimmern hinzu. Insgesamt soll die Zahl der Räume im laufenden Jahr gegenüber 2007 weltweit um 30 000 steigen.
Mariott führt unter seiner Regie Hotelketten wie Marriott, Ritz-Carlton oder Renaissance Hotels & Resorts. Rund 40 Prozent der Hotels mit Vollservice in der Gruppe liegen inzwischen außerhalb der USA. Bei den geplanten Hotels sollen es noch deutlich mehr sein.

