
BETHESDA. Beim US-Hotelkonzern Marriott füllen sich die Betten. „Im ersten Quartal haben wir eine steigende Zahl von Geschäftsreisenden in unseren Hotels begrüßen können“, sagte Konzernchef J. W. Marriott am Donnerstag in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland). Der Umsatz stieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,6 Milliarden Dollar. Unterm Strich stand nun statt eines Verlusts von 23 Millionen Dollar ein Gewinn von 83 Millionen Dollar.
Konzernchef Marriott ist überzeugt, dass es weiter aufwärts geht: „Wir sehen am Horizont steigende Zimmerpreise.“ In der Wirtschaftskrise hatten die Hotels großzügig Rabatte gewährt. Auch jetzt noch sind Zimmer billiger zu bekommen als vor einem Jahr. Mit der Rückkehr der Gäste dürfte sich das aber ändern. Marriott baut derzeit sogar an neuen Hotels.
Vor allem für Europa hat der Konzern hehre Ziele. So soll sich die Zahl der Zimmer binnen fünf Jahren auf 80 000 verdoppeln. Zu den 174 bestehenden Häusern sollen knapp 30 neue hinzukommen, in diesem Jahr unter anderem in Moskau, Budapest und Ankara. Etwa ein Viertel seines Umsatzes erzielt Marriott in Europa.
Weltweit betreibt der Konzern mehr als 3000 Hotels und Resorts in 67 Ländern. Zur Gruppe gehören unter anderem die Ritz-Carlton- Luxushotels. Die Krise hatte im vergangenen Jahr zu einem Verlust geführt. Das soll sich nun ändern. Marriott will je Aktie 0,95 bis 1,05 Dollar verdienen.