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Hotelpaläste: Wenn Geld keine Rolle spielt

Die Pariser Luxushotels melden erstmals seit Ausbruch der Wirtschaftskrise wieder volle Häuser. Doch der exklusive Club der "Palaces" bekommt Konkurrenz: asiatische Anbieter eröffnen in den nächsten Jahren vier neue Luxus-Etablissements.

Das Barbiezimmer im Plaza Athénée in Paris: Hier sollen sich die Töchter der reichen Gäste wohlfühlen. Quelle: JOBARD/SIPA
Das Barbiezimmer im Plaza Athénée in Paris: Hier sollen sich die Töchter der reichen Gäste wohlfühlen. Quelle: JOBARD/SIPA

PARIS. Darf's ein bisschen mehr sein? Die Suite Eiffel für 8 000 Euro vielleicht, mit Panoramafenster und Blick auf das Wahrzeichen von Paris, umfasst von einem silbernen Bilderrahmen? Oder lieber das Chambre de Luxe für 2 500 Euro mit einem Barbie-Zimmer für die Tochter, natürlich ganz in rosa gehalten? Und dazu einen Wellnesstag im Dior-Institut für 550 Euro?

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Inzwischen darf es wieder ein bisschen mehr sein. Das Plaza Athénée im exklusiven VIII. Arrondissement der französischen Hauptstadt begrüßte im vergangenen Monat mehr Gäste als jemals zuvor in seiner fast hundertjährigen Geschichte. 95,5 Prozent der 191 Zimmer waren belegt – und das bei einem durchschnittlichen Preis von 1 050 Euro pro Nacht.

Krise war gestern, in den Pariser Hotels der absoluten Luxusklasse, den Palaces, ist wieder Hochbetrieb. „Ich wüsste nicht, wie es momentan besser laufen könnte“, jubelt Didier Le Calvez, der Chef des Bristol. Nach Angaben des Marktforschers MKG waren die sieben Palaces in der Stadt im Juli zu 90 Prozent belegt, bei einem durchschnittlichen Preis für die Übernachtung von 917 Euro.

Im Februar 2009 – mitten in der Krise also – war die Belegungsrate auf unter 50 Prozent gerutscht, die Kunden mussten nicht einmal die Hälfte des heutigen Durchschnittspreises zahlen. Auch die Superreichen der Welt ließen sich vom Chaos an den Finanzmärkten verunsichern und hielten ihr Geld lieber zusammen. Das ist vorbei: „Die Wirtschaft in Brasilien und Asien läuft gut, der Dollarkurs steht günstig und auch die Gäste aus dem Nahen Osten sind wieder da“, sagt Le Calvez.

Das Treiben in den Hotelhallen wird bunter

Allerdings ist die Kundschaft eine andere als vorher. Damals kamen die Gäste überwiegend aus drei Ländern: den USA, Japan und Großbritannien. Ansonsten kamen die Besucher aus anderen europäischen Staaten. Heute geht es in den Foyers bunter zu: Araber, Chinesen, Brasilianer und Osteuropäer geben sich die Klinke in die Hand. Die Gewichte in der Weltwirtschaft haben sich verschoben, zudem hatten die Hotels in der Krise die neue Klientel verstärkt umworben.

Ein perfekter Sommer für die Palaces also? Nicht ganz. Denn der erlesene Club der Sieben bekommt neue, unwillkommene Mitglieder. Da wird es eng im Monopoly der Pariser Hoteliers auf der Schlossallee. Gleich vier neue Luxushäuser eröffnen in den nächsten beiden Jahren. Alle werden von asiatischen Anbietern betrieben.

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