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IATA-Tagung: Airlines rechnen wieder mit Gewinnen

Die Fluggesellschaften spüren die Erholung der Weltwirtschaft. Der Branchenverband IATA rechnet nun für dieses Jahr mit einem Gewinn der Airlines von 2,5 Milliarden Dollar – noch im März war ein Milliardenverlust erwartet worden. Auch die Lufthansa gibt sich optimistisch.

Die Fluglinien spüren die Erholung der Weltwirtschaft. Quelle: dpa
Die Fluglinien spüren die Erholung der Weltwirtschaft. Quelle: dpa

HB BERLIN. Der Weltluftfahrtverband IATA erwartet für die Branche dank der schnellen Wirtschaftserholung im laufenden Jahr wieder einen Gewinn. Weltweit dürften die Fluggesellschaften 2010 einen Gewinn von 2,5 Mrd. Dollar verbuchen, teilte der Verband am Montag anlässlich seiner Hauptversammlung in Berlin mit. Noch im März hatte die IATA für die gebeutelte Branche einen Verlust von 2,8 Mrd. Dollar vorausgesagt.

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„Die Weltwirtschaft erholt sich viel schneller von den Tiefen der Finanzkrise als zu erwarten war. Fluggesellschaften profitieren von einem starken Verkehrswachstum, das die Industrie wieder in die schwarzen Zahlen zurückbringt“, sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani. Der Passagierverkehr werde im laufenden Jahr um 7,1 Prozent wachsen und der Frachtverkehr, der besonders unter der Wirtschaftskrise gelitten hatte, um 18,5 Prozent zulegen.

Zuletzt war die IATA für die beiden Bereiche noch von einem Plus von 5,6 beziehungsweise 12 Prozent ausgegangen. Die Durchschnittserlöse dürften nach Einschätzung des Verbands um 4,5 Prozent steigen.

Von den starken Zuwächsen ausgenommen sind jedoch die Fluggesellschaften in Europa, denen zuletzt die Luftraumsperrung wegen der Aschewolke zu schaffen gemacht hat. Für sie erwartet der Verband nun wegen der Vulkanaschewolke einen höheren Verlust von 2,8 Mrd. Dollar nach zuvor 2,2 Mrd. Dollar.

Auch die Lufthansa spürt eine Nachfragebelebung nach der Branchenflaute. Im Langstreckengeschäft sei langsam wieder eine positive Entwicklung zu sehen, sagte Vize-Vorstandschef Christoph Franz am Montag in Berlin am Rande der Tagung. Auch auf Routen in Deutschland und Europa lege das Passagiervolumen zu. Das Niveau von 2008 sei jedoch deutlich noch nicht erreicht. Die Preise seien „absolut im Keller“.

Das Frachtgeschäft erholt sich schneller. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber erneut das Ergebnisziel 2010 trotz der Einbußen wegen der Vulkanaschewolke aus Island.

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